Aktuelles von der Katastrophen Abwehr   

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                 Unsere Rasselbande: Holt sie hier raus ...

26..Dezember 2020

Klimawandel - Gesundheitsrisiko durch Zecken für Hunde und Katzen
Durch die langjährige Klimaerwärmung kommt es seit Jahren zu immer häufigerem Zeckenbefall von Haustieren selbst im Winter. Der Klimawandel führt zu einer rasant schnelleren Vermehrung der Zecken. Die veränderten Wetterbedingungen können auch dazu führen, dass sich in Deutschland neue Zeckenarten ansiedeln, die z.B.von Zugvögeln mitgebracht Zeckenwerden und damit bislang unbekannte Krankheiten einschleppen können. Zeckenstiche können zu erheblichen gesundheitlichen Risiken führen, wenngleich die eigentliche Stichverletzung nach Entfernen der Zecke normalerweise problemlos verheilt. Das Infektionsrisiko für von Zecken übertragenen Krankheitserregern ist aber beträchtlich. Weil sich viele Tierhalter des Problems nicht bewusst sind und viele Falschinformationen über Zecken und die damit verbundenen Risiken kursieren, wurde vom Pharmaunternehmen MSD-Tiergesundheit eine Initiative namens „Protectourfuturetoo“, zu deutsch: „Schützt auch unsere Zukunft“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es Tierhalter über diese Gefahren zu informieren und damit vorallem Hunde und Katzen besser vor gesundheitlichen Risiken durch Zecken zu schützen.
Zecken gehören zu den Spinnentieren und ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere. Die häufigsten in Deutschland vorkommenden Zeckenarten sind der gemeine Holzbock und die Auwald- oder Buntzecke. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Arten und aus südlichen Ländern wird vorallem die braune Hundezecke eingeschleppt. Der Zeckenstich selbst ist relativ harmlos.
Was Zecken zum Gesundheitsrisiko macht, sind die Krankheitserreger, die sie übertragen können. Für Hunde sind bei uns vor allem die Erreger der Anaplasmose, Borreliose und Babesiose gefährlich. Bei einer Anaplasmose können die Hunde unter Fieber, Blutungen und Gelenkentzündungen leiden. Die Borreliose kann neben Fieber auch schmerzhafte Gelenkentzündungen hervorrufen. Die Erreger der Babesiose zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes und können eine lebensbedrohliche Blutarmut, die mit hohem Fieber einhergeht, verursachen. Wie findet die Übertragung der Krankheitserreger statt? Glücklicherweise werden die Erreger nicht sofort beim Zeckenstich übertragen. Borrelien werden erst nach 16-24 Stunden des Blutsaugens übertragen und Anaplasmen und Babesien werden sogar erst nach einer mindestens 24-stündigen Blutmahlzeit übertragen.
Wie schütze ich meinTier vor Zecken und den von ihnen übertragenen Krankheitserregern? Entscheidend ist, dass die Zecke entfernt oder abgetötet wird, bevor sie die Erreger  übertragen kann. Sie muss deshalb in den ersten 16 Stunden, nachdem sie sich festgesaugt hat entfrent werden. Suchen Sie deshalb Ihr Tier nach jedem Spaziergang gründlich auf Zecken ab.  MSD empfiehlt zudem sich von seinem Tierarzt ein lange wirksames Mittel verschreiben zu lassen, dass Zecken innerhalb kurzer Zeit zuverlässig abtötet.

20..Dezember 2020

Weitere Beschlagnahmung wegen Nichtbefolgung veterinärbehördlich erteilter Auflagen
Zu dem am 7.November geschilderten Fall wurde wegen Nichterfüllung der von der Veterinärbehörde erteilten Auflagen zur künftig tierschutzgerechten Haltung der Katzen eine zweite Aktion mit dem Ziel der Beschlagnahme der restlichen Tiere durchgeführt. Die Tierhalterin hatte einen Teil der bereits fortgenommenen Tiere zwischenzeitlich  über ein Internetportal unter falschen Angaben zum Verkauf angeboten. Auch in dieser zweite Aktion, die unter den gleichen polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt wurde, konnten nur acht der im Haus befindlichen Katzen eingefangen werden. Weitere etwa zehn Freigänger waren vorher gefüttert worden und haben die von uns im Freien aufgestellten vier Katzenfallen deshalb lediglich skeptisch, aber interessiert, betrachtet! Die mit Kescher im Haus eingefangenen Katzen und Kater wurden nach tierärztlicher Untersuchung und Behandlung zur Pflege und Vermittlung vorübergehend im Tierheim untergebracht.

18..Dezember 2020

Warun lassen Menschen ihre Tiere so verwahrlosen?
Besonders wegen Katzenhaltungen werden wir immer häufiger um Hilfe gebeten. Warun lassen so viele Menschen ihre Tiere verwahrlosen? Immer wieder erhalten wir Anrufe von besorgten Tierfreunden, die uns über extrem schlimme Haltungsbedingungen berichten. In den letzte Tagen wurden wir auch vom Veterinäramt wieder um manuelle Unterstützung beim einfangen und zur Aufnahme von verwahrlosten Katzen aus einer Wohnung in einem Wohnblock in einer Kleinstadt gebeten. Mitbewohner haben angezeigt, dass eine junge Frau mit Kindern bei langer Abwesenheit drei Katzen unversorgt zurück lässt. Obwohl die Dame über die Beschlagnahme ihrer Tiere und den Termin offiziell informiert war, war sie nicht anwesend. Ein Schlüsseldienst musste in Anwesenheit der Veterinärbehörde die Tür öffnen. Auch hier haben wir katastrophale Zustände vorgefunden und das mit zwei kleinen Kindern, wie unschwer zu erkennen war.
Wir konnten drei ausgehungerte und dehydrierte Katzen in von Parasiten und Flöhen extrem geschwächtem Zustand einfangen. Ein leerer Trockenfutterkarton  lag irgendwo in der Wohnung herum, aber Wasser hatten die Tiere lange nicht bekommen. So geshwächt waren sie problemlos einzufangen. Die Tiere, zwei Kater und eine Katze wurden unverzüglich dem Tierarztz vorgestellt. Sie waren in einem sehr schlechten Zustand und mussten mit dem vollen Programm, Impfung, Parasitenbehandlung wegen extremen Floh- und  Milbenbefall  behandelt werden. Beide Kater waren bereits kastriert. Die Katze kann erst nach Genesung kastriert werden. Alle drei wurden in unsere Katzennotaufnahme zur Erholung aufgenommen Ihr Zustand hat sich inzwischen gebessert.

17..Dezember 2020

Schock – 30 Katzen mit ersteigert !
Kürzlich berichteten wir über einen Fall der Beschlagnahme einer großen Anzahl kranker Katzen wegen grober Vernachlässigung aus einem Haushalt.
Jetzt wurden wir in einem anderen Fall von einem anderen befreundeten Tierschutzverein um Mithilfe beim Einfangen von vielen freilebenden Katzen gebeten. Der neue Eigentümer eines ersteigerten Eigenheims hatte mit der Ersteigerung des Grundstücks ohne vorherige Kenntnis etwa dreißig unkastrierte freilebende Katzen und Kater mit ersteigert. Dabei handelte es sich um Katzen, die sich bei der Vorbesitzerin über mehrere Generationen vermehrt hatten  Sie hatte die Tiere gefüttert, die hatten sich stark vermehrt und stellten nun für den neuen Eigentümer unerwartet eine riesige Herausforderung dar. Doch mit Unterstützung durch die Gemeinde und unserer zwei Tierschutzvereine ist es schließlich mit viel Gedult gelungen alle Katzen bei nächtlicher Kälte und Dunkelheit mittels Lebendfallen einzufangen. Obwohl unsere Notaufnahmeräume aus vorherigen Aktionen voll belegt war  haben auch wir drei dieser Tiere übernommen. Als Freigänger fühlen sich solche Katzen  in engen Räumen eingeengt und sind in der ungewohnten Umgebung scheu. Wir haben sie tierärztlich behandeln, kastrieren und chippen lassen. Nach einer Erholungsphase und viel Zuwendung konnten wir sie inzwischen in ein artgerechtes betreutes Umfeld mit Freigeng einer Katzenschutzgruppe vermitteln.

16..Dezember 2020

Pia, ein Katzenleben auf drei Beinen
Kinder, hatten die verletzte Katze nach einem Unfall gefunden und zum Tierarzt gebracht. Sie war von einem Auto angefahren worden und der Fahrer ist einfach weiter gefahren, ohne sich um Pia, wie wir sie genannt haben, zu kümmern. In der Hofffnung das linke Vorderbein retten zu können wurde Pia in der Erstversorgung tierärztlich behandelt. Bei der Nachuntersuchung stellte sich jedoch heraus, das wegen einer Nervenverletzung die Pfote doch nicht zu retten war. Sie hätte ihre Pfote künftig nur über den Boden schleifen können, was für sie zu einer starken Behinderung geführt hätte. Deshalb war es ein medizinisch indizierter Fall, nach dem der Tierarzt eine Gliedmasse, das linke Vorderbein, der Katze amputiert hat. Pia kann sich auf  ihren drei Beinen sehr gut bewegen und empfindet das fast nicht als Behinderung. Sie hat ihr Trauma überwunden, bewegt sich nahezu problemlos ist stubenrein und benutzt die Toilette.Inzwischen hat Pia ein besonders liebevolles Zuhause gefunden.

Ein ähnlicher Fall war der unserer Hexe, einer dreifarbigen Katze, der von einer in der Nachbarschaft verbotenerweise aufgestellten Schlagfalle die linke Vorderpfote völlig zertrümmert wurde. Sie fand trotz des schweren Traumas, der grossen Schmerzen und des Blutverlustes nach Tagen selbst nach Hause zurück. Im Gegensatz zu Pia humpelt sie beim laufen, weil durch die amputierte Pfote die Gliedmaße kürzer ist.
Wir danken der Tierfreundin für das Foto und das sie der stolzen  Pia ein so liebevolles Zuhause geschenkt hat.

08..Dezember 2020

Die Natur reguliert sich von selbst
Auch den Wald bewohnende Tiere regulieren ihre Population in Abhängigkeit von Umwelt, Witterung, Krankheiten und ganz besonders des natürlichen Nahrungsangebotes selbst. Bei Nahrungsmangel reduziert sich eine Überpopulation ebenfalls ganz von selbst. Nur die Stärksten setzen sich durch und Geburten- und Sterberaten halten ein natürliches Gleichgewicht. Genau das gilt auch für das derzeit so bekämpfte und gefürchtete Schwarzwild, welches die  Schweinepest nun auch in das Mais- und Rapsparadies Mecklenburg-Vorpommern getragen hat. Wenn der Mensch durch übermäßigen Anbau Provit versprechender spezieller Futtermittel das ökologische Gleichgewicht stört muss er sich nicht wundern, wenn er damit ein echtes Schlaraffenland für diese Spezies schafft.
Laut Ostsee-Zeitung wurden im vergangenen Jahr fast 100.000 Wildschweine zur Strecke gebracht. Wörtlich heißt es: „Doch der Bestand, dem mit dem Anbau von Energie- pflanzen wie Raps und Mais die Supernahrung auf dem Silbertablett präsentiert wird, lässt sich damit nicht nachhaltig dezimieren.... Wegen der verbesserten Nahrungslage stiegen die  Reproduktionsraten. Schon Frischlinge werden wegen des guten Nahrungsangebotes geschlechtsreif, werfen dann das erste Mal als Überläufer....Die Jäger arbeiten am Limit.“In Vorpommern haben wir ein Maisfeld entdeckt, das ein findiger Landwirt mit einem niedrigen Elektrozaun offensichtlich vor Wildschweinen zu schützen versucht hat.

30.November 2020

Grenzzaun gegen die Afrikanische Schweinepest in M-V errichtet
Mecklenburg-Vorpommern hat an der Grenze zu Polen einen 63 km langen Zaun gegen das Eindringen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland errichtet. Hauptziel  ist es einen Übertritt der Schwarzkittel nach Deutschland zu verhindern. Die ASP ist eine Tierseuche, die Haus- und Wildschweine lebensgefährlich betroht. Die Afrikanische WildschweinSchweinepest ist jetzt erstmals auch  in Deutschland nachgewiesen worden. Sie wurde bei einem toten Wildschwein nahe der Grenze zu Polen bestätigt, Der Kadaver war wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Spree-Neisse-Kreis gefunden worden. Durch diesen ASP-Fall verliert auch Deutschland den Status  "seuchenfrei". Das kann zu Exportstopps für Schweinefleisch ins Nicht-EU-Ausland, wie zum Beispiel nach Asien  führen und für Bauern  große wirtschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen. In den afrikanischen Ursprungsländern wird das Virus durch Lederzecken  übertragen. In Europa erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren über Sekrete, Blut oder Sperma, aber z.B. auch  über  Speiseabfälle von Schweinefleischerzeugnissen, auch aus den Abfallbehältern an grenznahen Autobahnen. Die Seuche  wird als für den Menschen ungefährlich eingeschätzt. Auch vom Verzehr von möglicherweise kontaminiertem Fleisch soll  keine Gefahr für den Menschen ausgehen, während sie für Schweine fast immer tödlich endet. Auch ein Zaun kann keine hundertprozentige Sicherheit bieten. Straßen können nicht gesperrt werden. Weil auch Aasverwerter, wie Adler, Fuchs oder Marderhund die Seuche verbreiten können ist es Aufgabe auch von Rangern und Jägern tot im Wald liegende Tiere zu entnehmen. Einhergehend damit steht auch die Verringerung der Schwarzwildbestände im Fokus. Jäger In Mecklenburg-Vorpommern werden deshalb durch Erhöhung der Abschussprämie von 25 € auf 50 € pro geschossenem Wildschwein animiert ab 1. Dezember mehr Wldschweine zu schießen.

18.November 2020

Geflügelpest breitet sich Mecklenburg-Vorpommern weiter aus

Die Vogelgrippe greift auf immer mehr Betriebe in MV über.Trotz intensiver Schutzmaßnahmen ist die Vogelgrippe in mehreren Geflügel-Großbetrieben in MV aufgetreten. Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems schätzte bereits vor zwei Wochen das Risiko als hoch ein, dass der Erreger auf Nutztierbestände überspringen könnte. Tote Wildvögel mit dem hochansteckenden Virus traten zunächst im Juli in Russland, Kasachstan und Israel auf. Mitte Oktober traten in Europa erste Fälle in den Niederlanden auf. Ende Oktober wurde es bei toten Wildvögeln unter anderem auf Rügen nachgewiesen. Nach dem Auftreten des H5N8-Virus bei einem Hühner- und Entenhalter im Kreis Rostock wurde das Virus bei einem Betrieb mit etwa 16 000 Puten auf Rügen festgestellt. Auch ein Legehennenbetrieb ist von der Tierseuche betroffen. Auf Rügen begannen am Montag die Vorbereitungen zur Tötung der Puten. Die Tiere sollen bis Mittwoch von einer Spezialfirma getötet werden. Die toten Puten werden später in der Tierkörperbeseitigungsanlage in Malchin (Seenplatte) entsorgt. In einem Betrieb am Salzhaff betrifft die Aktion das Gros der 3000 Hennen und 750 Enten Dabei gibt es ein landesweit einheitliches Vorgehen.  Auch diese toten Tiere werden zur Tierkörperbeseitigung gebracht. Wie das Geflügelpestvirus in die Ställe gelangt ist, ist zumindest hier noch unklar, weil die Tiere nur in Ställen waren. Deshalb sind alle Geflügelhalter angehalten, ihre Tiere einzustallen“, fordert Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Wichtig sei, dass die Hühner, Gänse, etc. keinen Kontakt zu Wildtieren haben, denn  Wildvögel haben uns das Vogelgrippe-Virus gebracht.

17.November 2020

"MeowTalk" -  eine Katzensprache-Übersetzer-App

Ein ehemaliger Amazon-Ingenieur,  der an der Sprachsteuerung von Smart-Home-Assistent Alexa mitgearbeitet hat, will eine Übersetzer-App für das Miauen von Katzen entwickeln. Damit sollen Katzenfreunde künftig verstehen können, was ihre Samtpfote gerade im Sinn hat. In der App geht es um die Erkennung von unterschiedlichen "Miaus" und deren Übersetzung, denn jede Nachricht hat ihre eigene Art von „Miau“. Die Software soll in der Lage sein Lautäußerungen von Katzen in Menschensprache zu übersetzen. Aber Katzen haben keine Sprache, sie kennen keine Wörter. Das Team will herausgefunden haben, dass  Katzen über ihre Lautäußerungen klare Absichten in  neun unterschiedlichen Varianten mitteilten, wenn sie miauen und jede Nachricht ihre eigene Art von „Miau“ hat . So gebe es etwa ein Miauen für "Ich habe Hunger" oder "Ich habe Schmerzen". Das Ziel sei es, Katzenbesitzern eine App zur Verfügung zu stellen, die das Miauen ihrer Katze aufzeichnet und entsprechend übersetzt. Ein Prototyp der App soll bereits verfügbar sein. MeowTalk befinde sich zwar noch in der Entwicklung und werde ständig weiterentwickelt. Das Team hofft, dass ihre App Erfolg haben wird, und hat bereits neue Pläne in petto, wie ein Halsband, das übersetzt, während die Katze miaut.

16.November 2020

Infektion mit dem Seoulvirus über Wild- und Heimratten
Vor wenigen Tagen wurde erstmals über die Übertragung des in Asien verbreiteten und hochinfektiösen Seoulvirus von einer Ratte auf einen Menschen in Deutschland im Internet bei  WEB.de berichtet. Seoulviren gehören zur Familie der Hantaviren, die sehr schwere Krankheitsverläufe bewirken können. Forscher der Berliner Charité und des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems konnten das Virus bei einer Heimratte und ihrer Besitzerin aus Deutschland  nachweisen.  Die Patientin hatte das Tier zwei bis drei Wochen vor ihrer Erkrankung gekauft. Das Virenerbgut war bei der Patientin und der Ratte identisch. Das bestätigt eine Erkrankung durch Übertragung des Erregers vom Tier auf den Menschen. Die infizierte Zuchtratte der Patientin sei vermutlich aus einem anderen Land nach Deutschland importiert worden. Das könnte Auswirkungen auf den Umgang und den Handel mit Wild- und Heimratten haben. Deshalb sei Vorsicht bei der Rattenhaltung geboten. Die Bezeichnung Seoulvirus geht auf schwere Erkrankungen vieler amerikanischen Soldaten durch dieses Virus im Koreakrieg in den 1950ern zuück.

14.November 2020

Corona-Pandemie - der Mensch schafft die Probleme - nicht die Tiere

Die meisten Wissenschaftler sind sich einig, dass auch die Corona-Pandemie eine Folge der Zerstörung von Tier- und Pflanzenwelt durch den Memschen ist, die zu Zoonosen, Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, geführt hat. Höchstwahrscheinlich stammt das Coronavirus von einer Fledermaus, die ein anderes Säugetier infiziert hat, welches das Virus schließlich auf Menschen übertragen hat. Studien von Wissenschaftlern belegen, das durch die Eingriffe des Menschen in die Natur und dem damit verbundenen Rückgang der Artenvielfalt sehr wahrscheinlich Viren auf den Menschen übergreifen können. Statistiken besagen auch, das sich Ausbrüche von Infektionskrankheiten seit den 1980ern alle 10 Jahre verdreifacht haben. Mehr als zwei Drittel lassen sich auf Tiere zurück führen, wovon 70% von Wildtieren stammen sollen. Die aktuelle Pandemie zeigt, dass die globalisierte Welt die Verbreitung von Viren stark beschleunigt. Die Schuld liegt bei uns Menschen, wir schaffen die Probleme – nicht die Tiere. Normalerweise würden die gefährlichen Erreger den Lebensraum ihrer Wirtstiere nicht verlassen. Im 20.Jahrhundert wurde etwa die Hälfte des weltweiten tropischen Regenwaldes zur Ressourcen- und Landgewinnung von Menschen zerstört. Der Regenwald ist aber die Heimat von zwei Drittel allen Lebens auf unserer Erde. Wenn Tiere am oberen Ende der Nahrungskette verschwinden, neigen Tiere von weiter unten dazu deren Platz einzunehmen. So kommen wir wilden Tieren immmer näher und das bringt uns mit deren Viren in Kontakt. Jede Art spielt im Ökosystem seine eigene Rolle. Wenn der Mennsch auch nur eine Art durch eine andere ersetzt kann das enorme unüberschaubare Auswirkungen haben.                                                                             Bild Quelle:  Wikipedia

07.November 2020

Fortnahme von Katzen wegen grober Vernachlässigung

Mit einem besonders schlimmen Fall wurden wir dieser Tage konfrontiert. Der zuständige Amtstierarzt hat eine Katzenhaltung von vermutlich mehr als 28 Tieren wegen extremer Pflichtverletzung und grober Vernachlässigung durch die Tierhalterin beschlagnahmt. 
Eine solche Fortnahmeverfügung setzt voraus, dass der zuständige Amtstierarzt festgestellt hat, dass der Halter seine Pflichten nach § 2 Tierschutzgesetz grob vernachlässigt hat, wodurch ein Tier erheblich verwahrlost ist oder schwerwiegende Verhaltensstörungen aufzeigt. Erhebliche Vernachlässigung liegt vor, wenn die nach § 2 Tierschutzgesetzt normierten Anforderungen zur artgerechetn  Unterbringung, Pflege und Fütterung sowie tierärztlichen Versorgung über einen längeren Zeitraum oder in besonders gravierender Form missachtet worden sind. Liegen diese Voraussetzungen vor, kann die zuständige Behörde nach § 16 a Satz 2 Nr.2 Tierschutzgesetz Maßnahmen anordnen, um notwendige tierschutzgerechte Haltungsbedingungen wieder herzustellen. Ist das objektiv nicht möglich oder nicht zu erwarten wird das Tier auf behördliche Anordnung vorübergehend weggenommen und auf Kosten des Halters in einem Tierheim untergebracht. Gleichzeitig wird dem Tierhalter unter Fristsetzung aufgegeben, welche Auflagen zu erfüllen sind, damit eine tierschutzgerechte Haltung gesichert werden kann. Zur Fortnahme der Tiere hat in diesem Fall der zuständige Amtstierarzt die beiden lokalen Tierschutzvereine, „Naturtierheim-Ostsee“ und den Tierschutzverein „Vorpommersche Boddenlandschaft“ um Hilfe und Unterstützung beim Einfangen der Tiere sowie die Polizei zur Absicherung der Aktion gebeten.
Die vorerst beschlagnahmten unkastrierten 28 Katzen und Kater, darunter viele Kitten, wurden  im Tierheim des TSV Vorpommerschen Boddenlandschaft zur Pflege untergebracht.                           Foto: TSV Vorpommersche Boddenlandschaft

01.November 2020

Tierschutz auch während der Corona-Pandemie

Unsere an der Ostseeküste gelegenen Landkreise Vorpmmern-Rügen (VR) und Vorpommern-Greifswald (VG) waren lange Zeit ein heller Fleck auf der Pandemielandkarte in Deutschland. Das hat sich nach dem durch Gerichtsbeschluss wieder erlaubten Massentourismus stark verändert und wirkt sich natürlich auch auf unsere Außendienstarbeit aus. Trotzdem konnten wir vielen Katzen und Katzenfreunden durch Kastration ihrer Tiere helfen die immer wieder weitere unkontrollierte Vermehrung ihrer Katzen zu verhindern. Besonders freuen wir uns, wenn wir solche Tiere schließlich gesund, aufgepäppelt und liebevoll gepflegt in ein schönes neues Zuhause vermitteln können und liebevolle Rückmeldungen bekommen.

Aber nicht nur Hilfe bei Kastrationsaktionen, sondern auch gefundenen, verflohten, verletzten und kranken Tieren konnten wir in vielen Fällen helfen. Manchmal kam aber auch die Meldung oder jede Hilkfe leider zu spät.
Schwer verletzter Kater
Tote Flöhe nach Parasitenbehandlung
Schwer verletzter unkastrierter freilebender Kater mit Kampfspuren. Tote Flöhe nach Parasitenbehandlung freilebender Katzen

10.Oktober 2020

Mit dem Nordwind kommen die Kraniche zu uns 

Auch in diesem Jahr kamen Anfang Oktober wieder sehr viele Kraniche mit dem Nordwind über die Ostsee in unsere Bodenregionen. Hier machen die „Vögel des Glücks“ wie in jedem Jahr Station, um sich auf den nahe der Bodden gelegenen abgernteten Feldern Reserven für ihren langen Flug in ihre südeuropäischen und afrikanischen Sommerquartiere anzufressen.


Durchschnittlich sind es hier bei uns  in jedem Jahr zwischen 50.000 bis 70.000 Kraniche die sich laut trompetend in keilförmigen Formationsflug morgens und abnends auf den Feldern zum Fressen einfinden und sich oft kaum farblich vom Untergrund abheben. Im Vorjahr wurden hier 97.000 Kraniche gezählt. Nachts schlafen sie in den sehr flachen Boddengewässern, die ihnen Schutz vor wasserscheuen Raubtieren bieten.

20.September 2020 

Ein erster Fall nach der neuen Verwaltungsvorschrift über das Verfahren zum Umgang mit Fundtieren

Aus einer Gemeinde vom gegenüberliegenden Ufer des Saaler Boddens wurden wir in der Vergangenheit schon mehrfach wegen des Zulaufs fremder Katzen auf Privatgrundstücken um Hilfe gebeten. Da nach der bisherigen unklaren Gesetzeslage bisher keine Behörde zuständig war, waren wir als Tierschutzverein zumindest moralisch verpflichtet uns um diese Tiere kümmern. Mit der Inkraftsetzung der neuen „Verwaltungsvorschrift über das Verfahren zum Umgang mit Fundtieren“ sind seit dem 2. Juli 2020 die Ordnungsämter in ihrer Funktion als Fundbüro auch für Fundtiere nach erfolgter schriftlicher Fundmeldung für Erstaufnahme, notwendige tierärztliche Behandlung, Versorgung und Unterbringung zuständig. 
In diesem Fall hatte sich eine Katzenfamilie bestehend aus einer erwachsenen Mutterkatze, einem erwachsenen Kater und sechs etwa 12 Wochen alten Kätzchen und Katern in einem fremden Grunstück, in dem selbst kastrierte Katzenn gehalten werden, ein Zuhause gesucht.

Die Grunstückseigentümer haben den Sachverhalt dem zuständigen Ordnungsamt zeitnah mit der Bitte um Hilfe nach der neuen Verwaltungsvorschrift mitgeteilt. Im Auftrag des zuständigen Ordnungsamtes haben wir mittels Lebendfallen die Mutterkatze und vier Jungtiere vor Ort einfangen können. Der Kater und die restlichen zwei Jungtier sind bislang nicht in die Fallen gegangen. Die eingefangenen Tiere wurden durch uns dem Tierarzt vorgestellt, tierärttlich behandelt, kastriert und gechipt und nach der Kastration vorübergehend bei uns versorgt und bis zur Abholung durch Beamte des zuständigen Ordnungsamtes, das auch die Kosten trägt, abgeholt. Nach Aussage der Ordnungsbeamten sollen die fünf Tiere an einer uns nicht genannten Futterstelle betreut werden.
Unsere Einlassung, dass gerade in diesem Ort in der Vergangenheit mehrere solche Fälle aufgetreten sind und das uns von andereren Seiten berichtet wurde, dass dort jemand unsorgfältig mit Tieren umgeht und damit sorglos Fundsachen produziert, wurde von der Ordnungsbehörde zurück gewiesen. Es handle sich bei den Tieren um Privateigentum, wo man nichts machen könne und mit Privateigentum könne jeder machen was er will. Eine Störung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wäre das auch in einem Feriengebiet demnach nicht.


16.September 2020 

Nun ist sie angekommen - die Afrikanische Schweinepest

Die Schweinepest wird von Wildschweinen auf Hausschweine übertragen und ist für die Schweine tödlich. Das trifft vorallem die landwirtschftlichen Zuchtbetriebe dramatisch. Für Menschen gilt sie allerdings als ungefährlich. Die Gefahr ist  schon seit vielen Jahren bekannt und der Ernstfall wurde in M-V seit Jahren befürchtet. Bereits in 2010 wurden einem Bauern in M-V alle seine freilebenden Schweine beschlagnahmt und sogar abgeschossen, weil sein 2 m hoher Wildzaun  immer wieder durch  gesunde Wildschweine verursachte Durchlässe hatte. Das Foto ist ein Screenshot aus dem NDR Dokumentarfilm „Der verrückte Bauernhof“ und zeigt den Vorsitzenden unseres Tierschutzvereins bei der Reparatur des Kilometer langen Wildzaunes des Bauern.
Am 11.Februar 2020 schreibt die Ostsee-Zeitung (OZ) in Anlehnung an einen berühmten Spruch: Niemand hat die Absicht einen Zaun zu errichten! Aber inzwischen kommt die Seuche aus Richtung Polen näher. „Agrarminister Till Backhaus plant an der Grenze zu Polen ein Bollwerk gegen die Afrikanische Schweinepest. Ein Wildschutzzaun von der Ostsee bis zur Autobahn 11 soll die Tierseuche abwehren, so wie es Brandenburg entlang der Oder vorgemacht hat.“ Inzwischen sind laut OZ „Sieben Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg  bei Wildschweinen bereits festgestellt worden.

"Das besorge ihn sehr, so Backhaus, weil der Weg bis zu Hausschweinbeständen nicht mehr weit sei“. Seine Worte (OZ18.09.2020) in der aktuellen Debatte im Bundestag : „Der Bund hat es nicht geschafft, sich mit Polen in Sachen Zaunbau entlang der Grenze zu einigen.“ Wenn in Brandenburg wie in Mecklenburg- Vorpommern ein solcher Schutzzaun stünde, „hätten wir das Problem nicht“. Backhaus appellierte an die Bundesregierung, den Abschuss von Wildschweinen finanziell zu fördern, um die Ausbreitung der Tierseuche einzudämmen.

12.September 2020 

Haben unsere Landwirte wie früher von der Sowjetunion gelernt?

Haben unsere Bauern nach dem Pflugverbot von 2010 den Pflug neu erfunden? Oder haben sie in Erinnerung an das sowjetische Magazin "Sputnik", der deutschen Ausgabe des russischen Gegenstücks zum amerikanischen "Readers Digest", von der Sowjetunion "siegen gelernt"? Sputnik war ein in der DDR sehr gefragtes Magazin, das Artikel aus allen Bereichen von Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft, sowie auch über neue Erkenntnisse aus der Landwirtschaft, nicht nur z.B. über die berühmte "Wurst am Stengel" sondern auch über ökologische Unkrautbekämpfung druckte. So kann ich mich als früherer Leser der „Grünen Woche“ und der NDBZ, der Neuen Deutschen Bauernzeitung, an viele aus dem Sputnik als Neuerungen übernommene Fachartikel, auch über den Sinn des Pflügens, erinnern. Leider wurde „Sputnik“ zum Ende der DDR als unerwünscht im November 1988 nicht mehr durch den Postzeitungsvertrieb ausgeliefert. Aber vielleicht führen die Erinnerungen, dass früher doch nicht alles schlecht war, auch irgendwann wieder zu gesunder ökologischer Landwirtschaft.

08.September 2020

Langsam geht dieser durch Corona stressige Sommer zu Ende.

Die Katzen hatten offensichtlich keine Probleme mit Corona, im Gegenteil. Deshalb wurden wir, wie in jedem Jahr um diese Zeit, wieder von vielen Katzenfreunden gebeten durch Kastration der ungewollten immer weiteren Vermehrung ihrer Katzen zu helfen. 

In sehr zeitaufwändigen Aktionen haben wir in den letzten Wochen einige Kastrationsaktionen für bedürftige Katzenhalter durchgeführt. Die meisten der kastrierten erwachsenen Tiere konnten danach an ihre Futterstellen zurück gesetzt werden. Andere haben durch unsere Vermittlung neue Zuhause oder neue Futterstellen gefunden.


Diese beiden Kinder sind glücklich, dass ihr Kater und ihre Katze nach der Kastration wieder nach Hause gekommen sind. Ihre fünf kleinen Kätzchen haben wir zur Vermittlung in unsere Notaufnahme aufgenommen. Aber auch hochtragend zugelaufene freilebende Katzen und Muttertiere mit ihren Kleinen haben wir aufzunehmen müssen.
In unserer Notaufnahme erlernen kleine Katzen sich ihren Artgenossen gegenüber richtig zu verhalten. Alle Erlebnisse, die sie während dieser sogenanntenn Sozialisierungsphase sammeln, haben nachhaltige Wirkungen auf ihre späteren sozialen Bindungen. Jungtiere, die 10-12 Wochen mit ihren Geschwistern zusammen leben und mit anderen Katzen in einem sozialen Milieu aufwachsen, sind später Artgenossen gegenüber positiv eingestellt. Indem sie so vom ersten Lebenstag an stimuliert und angeregt werden entwickeln sie ihre Sinne.
Um sie an Menschen zu gewöhnen, sollten sie von Menschen berührt, angehoben und gestreichelt werden. Kätzchen die in den ersten Lebenswochen positive Kontakte mit Menschen haben, entwickeln sich zu zutraulichen Tieren. Ohne solchen Kontakt während der ersten Lebensphase bleiben sie den Menschen gegenüber meist scheu und ängstlich. Ein junges Kätzchen, das ohne sozialen Kontakt oder mit vorwiegend negativen Erfahrungen aufwächst, wird sich nie zähmen lassen und ein Einzelgänger bleiben.


Jungkatzen sollten frühestens ab der 8. Lebenswoche vermittelt werden; besser erst mit 10-12 Wochen, denn sie lernen immer noch viel Nützliches von ihrer Mutter und den Geschwistern. Mit zwei Monaten beginnt das Erwachsenwerden. Bei in Freiheit lebenden Katzen oft erst wesentlich später. In dieser Zeit lernt das Kätzchen, sich nach dem Beispiel der Mutter zu verhalten. Die Jungen folgen der Mutter, sie überwacht sie und verhindert, dass sie sich zu weit entfernen. Im Freien werden sie auch in der Kunst des Jagens unterwiesen. Im Haus kann ein Spielzeug das ersetzen. Spielen wird zur Hauptaktivität der Kleinen. Nach etwa zehn Wochen werden die Kleinen vorsichtiger und Neuem gegenüber mistrauischer. Das in den ersten Lebensmonaten Erlernte und Erlebte ist ganz entscheidend für die spätere Entwicklung und das soziale Verhalten einer Katze.

02.August 2020

Homeschooling bei Naturtierheim-Ostsee e.V.

Homeschooling
Unsere einjährige Schäferhündin "Bonny" hat in Coronazeiten von selbst die Aufgabe übernommen uns bei der Erziehung und Disziplinierung unserer eigenen zehn Freigängerkatzen zu unterstützen.
In kleinen sehr interessierten Einzelgruppen erteilt sie recht nachdrücklich Anweisungen und kontrolliert auch deren Befolgung. Aufgrund ihrer Körpergröße wird sie von allen ihren Schülern und Schülerinen, wenn auch nicht unwidersprochen, respektiert.
Unser  Homeschooling  ist dem deutschen Schulsystem mehr als eine Katzenschwanzlänge voraus, denn die Digitalisierung haben wir bei uns schon vor langer Zeit eingeführt. Alle unsere Tiere, auch die, die  wir in liebe Hände vermitteln, sind durch einen Microchip digital gekennzeichnet und erfasst.

22.Juli 2020

Neue Vorschriften zum Umgang mit Fundtieren in M-V 
Im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern wurde durch das Ministerium für Inneres und Europa am 13.Juli 2020 die lange erwartete  

Vom 2. Juli 2020 – II - 212-00500-2012/081-026 –

VV Meckl.-Vorp. Gl.-Nr. 7833 - 5


veröffentlicht und mit Anlage-1 und Anlage-2 in Kraft gesetzt. Der bisherige Erlass über die Kostentragung bei der Verwahrung und Behandlung von Fundtieren vom 23.November 1998 (AmtsBl.M-V1999 S.5) wurde damit außer Kraft gesetzt. 

In einer Pressemitteilung Nr.126/2020 des Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt vom 14.07.2020 wurde unter dem TitelNeue Vorschrift bringt Klarheit über Umgang mit Fundtieren“ darüber berichtet:
                                                                                                                                              Lesen Sie mehr ...
                                                                                                                                                                                     

20.Juli 2020

Wie alt ist mein Hund nach "Menschenjahren" ?

Die alte Faustformel: Hundealter in Jahren mal sieben, galt landläufig beim Berechnen des "Menschenalters" von Hunden. Diese Formel offenbart Schwächen. Forscher aus den USA haben eine neue Formel, die zwar etwas komplizierter ist entwickelt, sich aber auf messbare Beobachtungen stützt. Nach Erbgutanalysen altern Hunde nicht in einem konstant schnelleren Tempo wie ihre Herrchen. Stattdessen altern junge Hunde besonders schnell im Vergleich zum Menschen, wogegen sich der Alterungsprozess dann später verlangsamt. Deshalb halten amerikanische Forscher diese weitverbreitete Faustregel, wonach ein Hundejahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, für falsch.
Statt dieser einfachen 7-Jahre-Faustregel haben die Forscher nach Untersuchungen an mehr als 100 Labrador Retrievern eine etwas kompliziertere Formel ermittelt:

"Menschenalter = 16 mal der Natürliche Logarithmus des Hundealters + 31"
Hier kommt die Eulersche Zahl e=2,718... aus dem Mathematikunterricht ins Spiel.

Der Natürliche Logarithmus (ln) ist ein Logarithmus zur Basis der Eulerschen Zahl e.
Zur Berechnung des Alters Ihres Hundes in „Menschenjahren“ werden Sie sicher einen wissenschaftlichen Taschenrechner bemühen müssen.
Deshalb hier einige Beispiele:

Ein Hund im Alter von 
1 Jahr     ln 1 = 0 x16 = 0 + 31 ~ entspricht 31 Menschenjahre
2 Jahre   ln 2 = 0,69 x 16 ~> 11 + 31 ~ entspricht 42 Menschenjahre
5 Jahre   ln 5 = 1,60 x 16 ~> 26 + 31 ~ entspricht 57 Menschenjahre
9 Jahre   ln 9 = 2,19 x 16 ~> 35 + 31 ~ entspricht 66 Menschenjahre
20 Jahre ln 20= 2,99 x 16 ~> 48 + 31 ~ entspricht 79 Menschenjahre

Mit 9 Jahren hätte ihr Hund dann das vergleichbare menschliche Rentenalter von 66 Jahren erreicht.
Die neuen Erkenntnisse zur "Sieben-Jahre-Formel" besagen:
Je älter ein Hund wird, desto weniger Menschenjahre entsprechen einem Hundejahr. (Siehe Grafik) So ist das biologische Alter eines 20 Jahre alten Hundes eher mit einem 79-jährigen Menschen vergleichbar und nicht mit einem (20x7) 140-Jahre-Methusalem.

12.Juli 2020

Unkastrierte Zuläufer an Futterstellen
Auch in den letzten Wochen haben wir wieder viele Hilferufe von überforderten Tierfreunden erhalten. Schwerpunktbereiche waren die Umgebung von  Ribnitz-Damgarten, Barth und Marlow. An Futterstellen von privat gehaltenen, zum Teil schon kastrierten Freigängerkatzen und mitversorgten freilebenden Katzen finden sich natürlich häufig fremde unkastrierte Katzen ein. Um die Vermehrung solcher Futtergäste zu verhindern werden wir oft um Hilfe gebeten. Nach unseren Erfahrungen kommunizieren Tiere trotz gelegentlich rivalisierenden Streitereien sehr solidarisch miteinander, wenn es ums Futter zum Überleben geht. Solche Zuläufer sind oft ausgesetzte Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen aus der näheren oder weiteren Nachbarschaft. Leider sind sie häufig auch der unerwünschte Rest einer sonst gern angenommenen Erbschaft!
Viele solcher Tiere sind krank und von Parasiten befallen, unterernährt oder verletzt. Ihr Schicksal interessiert meist kaum jemanden. Sie sind  als ursprünglich  domestizierte Haustiere oft auch nicht in der Lage ohne menschliche Hilfe ihre Nachkommen zu versorgen. Die einzige Möglichkeit den Tieren wirklich zu helfen ist sie einzufangen, tierärztlich behandeln,  kastrieren und chippen zu lassen. Sinnvoll wäre es solche freilebenden Tiere, wie früher üblich, aber nicht mehr erlaubt, auch äußerlich als kastriert kennzeichnen zu lassen; denn um einen Chip auslesen zu können müssten die Tiere nochmals eingefangen werden. An Menschen gewöhnte ausgesetzte Hauskatzen versuchen wir über unsere Notaufnahme aufzupäppeln und wieder in liebevolle Hände zu vermitteln. Nicht handzahme Tiere müssen an ihre Futterstellen zurück gebracht werden.
Aber auch Katzenmuttis mit ihren oft an unzugänglichen Stellen in Schuppen irgendwo versteckten Kleinen haben wir schon öfter einfangen müssen, um zu verhindern, dass sie unversorgt verwildern.
Das ist immer  recht kompliziert und auch nicht ungefährlich, weil die Muttertiere ihren Nachwuchs extrem beschützen und verteidigen. In diesem Fall hatten wir ein Kleines gefunden und die zugehörige Mutterkatze gesucht und eingefangen, In solchen Fällen legen wir die Kleinen  in eine Umsetzbox und stellen eine Lebendfalle davor so auf, dass die Katzenmutter die Kleinen sehen oder riechen kann. So gelingt es meistens die Mutterkatze einzufangen.

17.Juni 2020

Unsere Notaufnahme für Katzen ist voll - Holt uns hier 'raus!
In unserer Notaufnahme warten viele bildschöne Kätzchen und Kater auf eigene Zuhause. Immer im Frühjahr und im Herbst  werden wir von Tierfreunden und überforderten Katzenhaltern um Hilfe gebeten. Entweder weil jemand vermeintlich verwaiste Katzenjunge irgendwo entdeckt hat oder die eigene, schlimmer noch die eigenen Katzen, schon wieder Nachwuchs geboren haben.  Immer noch werden leider solche Kleinen, sobald die Besitzer mit der Pflege der Jungtiere überfordert sind, verbotenerweise ausgesetzt. Kitten in unserer NotaufnahmeSchlimm ist, dass viele Katzenbesitzer einfach nicht einsehen wollen ihre Tiere kastrieren zu lassen, aber auch, dass unsere Landesregierung mit ihren selbst erlassenen Verordnungen nicht aus dem Knick kommt. Wenn die Landesregierung meint, ein landesweites  Kastrationsgesetz sei nur unter sehr speziellen Bedingungen möglich, dann sollte es  doch nach der KatzSchGELVO M-V, die speziell für Mecklenburg-Vorpommern seit 2016 in Kraft gesetzt ist, möglich sein analog der Lösung für die Städte Rostock und Schwaan, dass die Landräte der Landkreise nach der extra für sie erlassenen Verordnung die darin festgelegten Maßnahmen durchführen. Immer wieder werden auch wir von verärgerten Bürgern auf Probleme hingewiesen, wenn z.B. unkastrierte Katzen auf fremden Grundstücken Schäden verursachen oder ihren Nachwuchs auf fremden Grund und Boden aufziehen und ihre Hinterlassenschaften zurück bleiben. Bei Kontrollen stellen wir immer wieder fest, dass  „Tierfreunde“ sehr viel Geld für „ungesunde Genussmittel“ ausgeben, aber für eine notwendige tierärztliche Behandlung oder für die schließlich einmalig zu bezahlende  Kastration kein Geld zu haben scheinen.                              
Cest la vie! In unserer Notaufnahme suchen jetzt auch wieder liebevoll aufgezogene geimpfte und gechipte süße Kätzchen und Kater schöne und liebevolle eigene Zuhause. Sofern vom Alter her noch nicht kastriert sind sie durch die neuen Eigentümer mit der Vermittlung vertraglich verpflichtet sie kastrieren zu lassen.                            Holt uns hier 'raus

16.Juni 2020

Rastende Robbe am Badestrand
KegelrobbeRastende Kegelrobben sind am Ostseestrand von Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit mehr, nachdem sie seit 1920 an der deutschen Ostseeküste als ausgerottet galten. Inzwischen sind die Tiere an Mecklenburg-Vorpommerns Küste wieder zurück. Immer wieder beobachten Spaziergänger am Strand  einzelne Exemplare. Erst dieser Tage war wieder eine Kegelrobbe am Strand von Ahrenshoop gesichtet worden. Weil von den Wildtieren, wenn sich  Menschen oder Hunde nähern, eine Gefahr ausgehen kann oder die Robben unnötigen Stress erleiden können, ist in solchen Fällen eine weiträumige Absperrung am Strand nötig. Solche Absperrmaßnahmen übernimmt in in der Regel die Polizei. Passanten sollen mindestens 100 m Abstand halten, Hunde an der Leine führen und die Tiere nicht füttern.                                                                                                               Foto: Wikipedia

14.Juni 2020

Bundesrat verschiebt Entscheidung über Sauenhaltung
Bund und Länder verhandeln seit Jahren über eine Verbesserung bei der Sauenhaltung. Deutschland ist der größte Erzeuger von Schweinefleisch in Europa und steht weltweit an dritter Stelle hinter China und den USA. Knapp 26 Millionen Schweine werden hierzulande gehalten. Viele deutsche Bauern haben sich mit der Fleischindustrie darauf geeinigt, billig und immer billiger zu produzieren. Das kann aber nur durch Schweine KastenstandAusbeutung von Tieren, Menschen und Umwelt erreicht werden.
Viele Bauernfamilien sowie die Billig-Arbeiterinnen und Arbeiter in den Schlachthöfen und nicht zuletzt die Tiere, denen unermessliches Leid durch die Fleischindustrie zugefügt wird, sind der Preisdrückerei total  ausgeliefert. Mastschweine werden auf Spaltenböden und Muttersauen in extrem engen 
Kastenständen eingezwängt zwischen Eisenstangen gehalten, in denen sie und ihre Ferkel sich nicht frei bewegen können. Das ist Tierquälerei! In vielen europäischen Ländern ist die Kastenstand-Haltung schon seit Jahren verboten.                             Foto: Screenshoot
Für die Haltung von Zuchtsauen soll es seit Jahren auch in Deutschland künftig striktere Vorgaben geben. Das besagt ein entsprechendes Gerichtsurteil. Nach Jahren des Streits sollte das Thema in diesem Monat im Bundesrat besprochen werden – eigentlic
h!
Jetzt wurde das Thema im Bundesrat wieder einmal verschoben. Die Agrarministerin wird wohl die furchtbaren Gitter-Boxen - entgegen der deutschen  Tierschutz-Nutztierhaltungsverordung (TierSchNutztV) -  auch nach nunmehr 17 (!) Jahren weiter erlauben. Und, um die zweifelhafte „Erfolgsgeschichte" fortzuschreiben, drücken sicher Bundes- und Landesregierungen, sowie  die europäische Politik, schon mal wieder alle Augen zu.

08.Juni 2020

Eine unglaubliche Überraschung - ein neues Auto für unseren Tierschutzverein
Nach 30 Jahren aktiver Tierschutzarbeit erhielt unser Tierschutzverein Naturtierheim-Ostsee e.V. einen nagelneuen, für unsere Einsätze technisch hervorragend ausgestatteten Transporter „Dacia Dokker Van“ von langjährigen Sponsoren und Tierfreunden gespendet. Sie hatten in unserem „Jahrestätigkeitsbericht 2019“ die kleine Reminiszenz über unsere dreißigjährige Arbeit für Tiere gelesen. Unser neuer Transporter
Wir konnten es ursprünglich nicht glauben, bis wir die Fahrzeugpapiere zur Anmeldung in den Händen hielten. Unser in ganz Mecklenburg-Vorpommern nicht nur bei "Tier-Freunden" gut bekannter, seit vielen Jahren treue VW Transporter, ist nach über 500.000 Kilometern in die Jahre gekommen. Eine GR hätten wir nicht finanzieren können. Auch eine Chance umweltfreundlich zu werden hätte er nicht gehabt. So kam diese Spende genau im richtigen Zeitpunkt.
Vielen herzlichen Dank!
Trotz einiger bürokratischer „Corona“ verursachter Reise- und Anmeldeproblemen konnten wir das tolle  Fahrzeug inzwischen aus der Nähe von Passau  übernehmen.
Nach einem hervorragenden  veganen Frühstück, an dem noch weitere Tierfreunde teilgenommen haben, konnten wir „unser neues Auto“ hocherfreut von Bayern nach Mecklenburg-Vorpommern überführen. Leider hatten wir bisher noch keine Zeit das Geschenk richtig zu feiern. Unsere Katzennotaufnahme ist, wie immer in diesen Wochen, mit Katzenmuttis und deren Nachwuchs sowie Fundtieren übervoll geworden.
In den nächsten Tagen werden wir entsprechend „corporate identity - corporate design“ die Beschriftungen aufbringen lassen und mit dem neuen Auto wieder vielen Tieren helfen können. Nochmals vielen herzlichen Dank an die Spender!
Foto: Herr Graupner und Frau Schinkowsky
          bei der Fahrzeugübernahme

06.Juni 2020

Kater im Ostseebad Dierhagen zugelaufen
Kater zugelaufen Dieser bildhübsche Kater ist Anfang Juni im Ostseebad Dierhagen in der Nähe des Boddenhafens ausgehungert zugelaufen.
Er ist etwa ein Jahr alt, unkastriert, trägt ein Flohhalsband, ist aber leider nicht gechipt.

Weil  er handzahm ist vermuten wir, dass ihn Feriengäste mitgebracht haben könnten und er sich in der  fremden Umgebung verirrt hat.
Zur Zeit ist er in unserer Katzennotaufnahme in Saal untergebracht. 

Telefonische Rückfragen
Dierhagen Tel: 038226332
oder
Naturtierheim-Ostsee e.V.  Tel. 0171 6425905
Aushänge in Dierhagen

06.Juni 2020

Aktiver Vogelschutz in Ihrem Garten
Vogelfütterung im Garten erreicht selten mehr als 10 bis 15 Vogelarten, wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Amseln. Diese Arten haben noch stabile oder wachsende Populationen. Keine ist in ihrem Bestand gefährdet. wie die jährlichen Gartenvogelzählungen zeigen. Solche Futterstellen werden also kaum von den Vögeln genutzt, die besonderen Schutz bedürfen. Die Ganzjahresfütterung ist deshalb nach Meinung des NABU kein Mittel gegen Vogelschwund. Schon die immer milderen Winter lassen die Frage offen, ob selbst eine traditionelle Winterfütterung mangels Schnee und Eis überhaupt noch sinnvoll ist. Von wenigen Ausnahmen, wie dem Haussperling abgesehen, werden Futterstellen also nicht von den Vögeln genutzt, die im Mittelpunkt notwendiger Schutzbemühungen stehen. Deshalb sollte Ganzjahresfütterung als Beitrag zum Artenschutz und zum Wiederaufbau der Artenvielfalt nicht überschätzt werden. Befürworter verweisen gerne auf England, wo Vogelfreunde schon länger rund ums Jahr füttern. Tatsache ist jedoch, dass die Fütterungen auch dort den Rückgang von Vogelarten nicht aufgehalten haben, denn Lebensraumqualität beschränkt sich nicht allein auf die Verfügbarkeit von Nahrung.
Vorrangig für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung von vielfältigen und gesunden Lebensräumen durch unsere Gesellschaft. Das lässt sich nicht durch Futterspender mit Meisenknödel, Erdnüsse und Sämereien ersetzen. Dort, wo Nahrung für Vögel knapp wird, sollte die Hilfe deshalb bei den Ursachen ansetzen. Wo naturnahe Lebensräume erhalten oder geschaffen werden, lässt sich viel Positives erreichen - von dem nicht nur wenige Arten profitieren. Gartenbesitzer haben es selbst in der Hand, anstelle einer eintönigen Thujahecke und Einheitsrasen lebendige Vielfalt mit einem reichen natürlichen Nahrungsangebot zu schaffen und Unkrautvernichtungsmittel sowie auch Schneckenkorn aus ihrem Garten zu verbannen.
Unterstützen Sie Agrarumweltprogramme, die Feldvögeln ein erfolgreiches Brüten möglich machen, die nach der Ernte Stoppelfelder belassen, in denen Vögel sowohl Nahrung als auch Schutz finden und die den Pestizideinsatz in der Kulturlandschaft endlich verringern! So erhalten wir Vogelbestände als Teil einer intakten Umwelt.
Tun Sie den ersten Schritt in Ihrem Garten oder auf der Wiese vor Ihrem Haus. Stellen Sie eine Vogeltränke auf. Ein Stein, der aus der Wasseroberfläche hervorragt. bildet in der Tränke auch eine Insel für Insekten im kommenden heißen Sommer. Das ist aktiver Vogelschutz!

04.Juni 2020

Manche Mäh-Roboter sind gefährlich unsensibel - Gefahr für Igel und andere Tiere
Mäh-Roboter sind der Sommerhit in jedem automatisierten Garten: Sie sorgen für einen gleichmäßig kurzen Rasen. Eine Arbeit, die Gartenbesitzer jede Woche Stunden kosten kann. Die Automaten mähen nur in einem abgesteckten Bereich, lassen sich programmieren und fahren zum Aufladen selbst zur Ladestation. Sie sind leise und diskret. Aber sind sie auch sicher? In den Gebrauchsanweisungen findet der Hinweis, dass Mäh-Roboter nicht unbeaufsichtigt werkeln sollen, wenn Kinder oder Haustiere in der Nähe sind. Denn nicht alle Geräte reagieren auf Hindernisse gleich sensibel – und legen den Rückwärtsgang ein. Das kann kleinen Tieren zum Verhängnis werden. Besonders junge Igel, die bei Gefahr nicht das Weite suchen, sondern sich instinktiv zusammenrollen, riskieren, bei einer Begegnung mit einem automatischen Rasenmäher verletzt oder getötet zu werden. Das wird ihnen zum Verhängnis, wenn der Roboter sie nicht als Hindernis erkennt. Aber auch andere Tiere wie Blindschleichen, Kröten, Spinnen und Insekten sind in Gefahr. Zumal viele Gartenbesitzer ihre elektronischen Helfer gerne nachts laufen lassen, wenn Kinder und Haustiere in Sicherheit sind.und die Gärten in den Städten die letzten Rückzugsgebiete für viele Wildtierarten geworden sind. Hinzu kommt, das durch das häufige Mähen in oft unnachvollziehbaren Bahnen, verhindert wird, dass sich Blüten bilden können und damit auch eine wichtige Nektarquelle für Insekten verloren geht.

30.Mai 2020

Können Katzen oder Hunde den Coronavirus auf Menschen übertragen?

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) beschäftigt sich als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit mit der Prävention, Diagnose und Bekämpfung von Tierseuchen. 
Bisherige Untersuchungen weisen auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Bei Fledermäusen werden neben einer Vielzahl anderer Erreger auch Viren gefunden, die auf den Menschen übertragbar sind. Unbekannt ist aber nach wie vor, ob SARS-CoV-2 direkt von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde oder ob eine weitere Tierart als Zwischenwirt eine Rolle spielt. 
Coronaviren kommen natürlicherweise auch bei Heim- und Nutztieren vor. Diese sind allerdings von den Erregern, die zur schweren Erkrankungen des Menschen führen, deutlich zu unterscheiden. 
Nach Einschätzung des European Centre for Disease Control und der WHO gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung. Der Kontakt gesunder Personen zu ihren Haustieren muss nach den derzeitig verfügbaren Informationen aus Sicht des Friedrich-Loeffler-Instituts nicht eingeschränkt werden. Auch Nutztiere, wie Schweine oder Hühner, seien ebenfalls kein Infektionsrisiko für Menschen. 
Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt. Nach jedem Streicheln sollte man sich die Hände waschen und sich nicht vom Haustier im Gesicht lecken lassen. Wissenschaftler in Großbritannien versuchen Hunde darauf zu trainieren, das Coronavirus erschnüffeln zu können. Damit könnten Hunde sogar beim Eindämmen der Pandemie helfen.


27.Mai 2020

Katzenbabys gefunden, was tun?

In unseren Breiten werden die meisten Katzen im Mai, also im späten Frühjahr und im Herbst geboren. Man spricht deshalb auch von Mai- bzw. Herbstkatzen. Früher waren freilebende Maikatzen besonders auf dem Land und auf Bauernhöfen beliebt, weil sie zum Zeitpunkt der Ernte schon selbständig und kräftig genug waren, um Mäuse zu fangen; während im Herbst geborene Katzen zur früheren Erntezeit noch unselbstständig sind. In jedem Jahr ab Mai bringen aufmerksame Tierfreunde aufgefundene - vermeintlich verwaiste - Katzenbabys mit der Bitte um Aufnahme in Tierheime, so auch in unsere Notaufnahme für Katzen. Solche noch sehr kleinen Katzenbabys haben ohne deren Mutter trotz aufwendiger menschlicher Bemühungen kaum eine Überlebenschance. Deshalb bitten wir diese Tierfreunde sich die Zeit zu nehmen um zu beobachten ob sich die Katzenmutter vielleicht doch in der Nähe aufhält und sich noch einfindet. Sind die Kleinen wirklich ungeschützt der Kälte ausgesetzt geben Sie ihnen Schutz und Wärme. Setzen Sie sie in einen Karton und decken Sie sie mit trockenem Heu oder Stroh ab, Vermeiden Sie aber die Babys mit bloßen Händen zu berühren. Benutzen Sie ein Tuch oder ziehen Sie Handschuhe an. Entfernen Sie sich dann von dieser Stelle. Die Mutter könnte in der Nähe sein und alles beobachtet haben. Sollte sich die Katzenmutti einfinden, geben Sie ihr Futter und nehmen Sie mit ihr verbal Kontakt auf. Katzenmütter geben über die Muttermilch ihre Immunabwehr an ihre Katzenbabys weiter. Deshalb ist es wichtig, dass die Kleinen bei der Mutter aufwachsen. Unsere Notaufnahme ist auch in diesem Jahr wieder voll belegt.

04.Mai 2020

Klima und Wald beeinflussen sich gegenseitig
Die Trockenheit der letzten heißen Sommer hat auch bei uns erhebliche Waldschäden verursacht. Klima und Wald gehören zusammen. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Deshalb wird der Baumbestand natürlicher Wälder - im Gegensatz zu Nutzholzwäldern -  vom Klima bestimmt. Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch viele urwüchsige Wälder und von riesigen Bäumen gesäumte Alleen. Alleen in M-VNoch sind die mächtigen Bäume unbelaubt. So kann man sich gut ein Bild von der größe der Baumkronenn machen.
Die Wurzeln der Alleebäume nehmen seit Jahrhunderten das Wasser aus den Straßengräben auf und halten die Straßen trocken und befahrbar. Zum Teil über 100 Jahre alte Bäume bilden mit ihren riesigen Kronen im Sommer regelrecht ein Dach über diesen Alleen. Sie nehmen über ihre Blätter Kohlendioxid aus der Luft auf. Ein einziger solcher Baum kann täglich tausende Liter Kohlendioxid durch Photosynthese in Sauerstoff verwandeln. Der Baum braucht Wasser zum leben. Zum Nährstofftransport strömen in großen Bäumen täglich mehrere 100 Liter mit Nährstoffen angereichertes Wasser von den Wurzeln bis in die Blätter. Dort wird  es durch Verdunstung an die Luft abgegeben. So kühlt es an heißen Tagen unsere Umwelt. Dieses Wasser holt sich der Baum je nach Baumart über seine Wurzeln aus Oberflächen- oder Grundwasser, zum Teil tief aus der Erde. Dazu müssen auch die Wurzeln mit Sauerstoff versorgt werden und dabei entsteht auch Kohlendioxid das die Wurzeln wiederum über „Bodenatmung“ zur Versorgung bodennaher Pflanzen abgeben.
Wissenschaftler  haben ermittelt, dass  ein 100  Jahre alter Baum von 20 Meter Höhe und einem  Kronendurchmesser von
12 Metern mit etwa 600.000 Blättern an einem sonnigen Tag ca. 9.400 Liter Kohlendioxid, das entspricht etwa dem Kohlendioxidabfall von drei Einfamilienhäusern, verarbeiten kann und daraus 13 kg Sauerstoff, der den Tagesbedarf  von zehn Menschen deckt, produziert. Außerdem befeuchtet der Baum die Luft, indem er bis zu 400 Liter Wasser am Tag verdunstet.
Wenn nun so ein Baum gefällt würde müsste man - um ihn vollwertig zu ersetzen - etwa 2.000 junge Bäume mit einem Kronenvolumen von je 1m³ pflanzen.

01.Mai 2020

Stiftung Warentest bewertet Nassfutter für Katzen

Katzen brauchen hochwertiges, gut verdauliches Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe sowie Fettsäuren  in einem gesunden Mischungsverhältnis.
In der Maiausgabe ihrer Zeitschrift „Test“ 30 hat die Stiftung Warentest Nassfuttermittel für Katzen auf den Prüfstand gestellt.  Das teuer nicht gleich hochwertig sein muss zeigt sich auch bei Katzenfutter. Gute Noten gab es vor allem für günstige Marken sowie für ein Biofutter. 
Bei diesen Untersuchungen wurden aber auch teils schwere Mängel in der Nährstoffmischung gefunden. Bei sechs Produkten wurde ein zu hoher Gehalt an Phosphor, Natrium oder Kalzium bzw. ein ungünstiges Mischverhältnis dieser Elemente.festgestellt. Solche Produkte wurden deshalb mit  „mangelhaft“ bewertet. Phosphor kann ein Risiko für die Nieren der Katze darstellen zumal nach Expertenmeinung bis zu 35 Prozent der älteren Katzen eine chronische Nierenerkrankung entwickeln. Sieben Futtermittel enthielten außerdem zu wenig Jod, was wiederum zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen kann.
Doch es gab auch zahlreiche Menüs, die unbedenklich sind: Das „Test“-Ergebnis zeigt „günstige“ Produkte weit vorn in der Platzierung. „Sehr gut“ bewertet wurden die Eigenmarken von Kaufland, Edeka, Lidl, Rewe und Rossmann. „Kitekat“ erhielt als einziges Markenfutter die Bestnote. Biofutter überzeugte zuletzt in den Tests nicht. Erstmals erlangte ein Biofutter die Gesamtnote „gut“: „Dein Bestes Bio reich an Huhn mit Pute, Karotte und Rapsöl“.
Der Testbericht enthält eine Auflistung mit sechzehn empfehlenswerten Nassfuttern, darunter auch günstige.

29.April 2020

Ursache für vermehrtes Sterben von Blaumeisen gefunden 
Das mysteriöse Blaumeisen-Sterben hat Experten unlängst vor ein Rätsel gestellt. (Siehe "Aktuelles" vom 10.April 2020) Nun haben die Wissenschaftler den Grund dafür gefunden. Anfang März waren die ersten Fälle aus Rheinland-Pfalz und Hessen bekannt geworden, später folgten Hinweise bis nach Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Bundesweit waren Blaumeiseder Umweltorganisation Nabu zufolge mehr als 8.000 kranke oder verendete Tiere gemeldet worden. Die Krankheit sei offenbar ansteckend und trete häufig dort auf, wo viele Vögel zusammenkämen, etwa an Futterhäuschen. Der Nabu appellierte an Vogelfreunde in ganz Deutschland, tote oder kranke Blaumeisen zu melden desweiteren Proben für Untersuchungen einzuschicken. Aber auch andere kleine Singvögel seien betroffen. Als Grund für den Tod haben Experten nun ein Bakterium ausgemacht.
Die untersuchten Tiere seien alle an einer Lungenentzündung gestorben, für die das Bakterium Suttonella ornithocola der Auslöser war. Der Erreger sei jeweils aus den inneren Organen der Tiere isoliert worden, hieß es von der Behörde. Danach soll es sich  um ein Bakterium handeln, das 1996 in England und Wales erstmals für ein massives Meisensterben verantwortlich gemacht wurde. Ein Gefährdungspotenzial für Menschen oder andere Tiere scheine nicht zu bestehen.

28.April 2020

Kastrationsaktion freilebender Katzen in Tribsees

Auch in diesem Jahr wurden wir von Tierfreunden, die freilebende Katzengruppen  versorgen und schließlich überfordert werden, um Hilfe gebeten. Auch aus Tribsees, einer kleinen Stadt mit mittelalterlichem  Zentrum, kam ein Hilferuf.
Am Ortsausgang, nahe der auf der A20 weggerutschten „berühmten“ Autobahnbrüche haben sich zwei große Firmen,  ein Umweltservice und eine Bauschuttaufbereitung angesiedelt. Dort fühlen sich Katzen als nützliche Helfer gegen ungewollte Nager auch recht wohl. In einer unmittelbar angrenzenden ehemaligen Tankstelle durften Katzenfreundinnen eine Unterkunft für die freilebenden Katzen einrichten. Dort können sie die Tiere füttern und unter Kontrolle halten. Dabei war nicht verborgen geblieben, dass sich die Anzahl der Tiere in diesem Frühjahr wohl drastisch vergrößern könnte. Deshalb wurden wir gebeten das durch eine Kastrationsaktion zu verhindern. Mit zwei Katzenlebendfallen und Umsetzboxen konnten wir sechs Katzen und zwei Kater einfangen und kastrieren lassen. Wenig später wäre das nicht mehr möglich gewesen und die Gruppe hätte sich tatsächlich stark vergrößert.
Kompliziert wurde die Aktion, weil möglicherweise tierliebe Mitarbeiter einer Firma die Tiere während der Aktion im Betriebsgelände mit Mengen von Futter verwöhnt hatten. Aber aus langjähriger Erfahrung kennen wir auch für Katzen unwiderstehliches Futter für die Fallen. Diese Aktionen war sehr aufwendig. Allein 450 km inklusive Tierarztfahrten stehen in unserem Fahrtenbuch.

26.April 2020

Ich habe eine Katze gefunden -  was nun?
Noch immer lassen viele „Tierfreunde“ ihre Freigängerkatzen wider besseren Wissens partout nicht kastrieren. Katzen können dreimal im Jahr trächtig werden. Es verstößt gegen Tierschutz und geltendes Recht, wenn nicht verhindert wird, dass sich unkastrierte Hauskatzen mit Freigang mit anderen oder verwilderten, meistens ausgesetzten Hauskatzen, verpaaren. Dabei werden oft nicht nur Krankheiten übertragen, es kommt auch nicht selten zu Kämpfen zwischen rivalisierenden Katern, die zu schweren Verletzungen  führen können. Schlimmer noch ist aber, dass sich die Population freilebender Katzen über Generationen fortsetzt. Für Mecklenburg-Vorpommern wurde deshalb bereits 2016 eine Katzenschutzgebiet - Ermächtigungslandesverordnung  in Kraft gesetzt, die das Problem lösen helfen könnte. 
Leider ist aber auch diese Verordnung das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt ist.
(Siehe „Aktuelles“ vom 24.Januar 2016) Mutterlose Babykatze

Immer und immer wieder werden Tierheime, so auch wir, mit Fundkatzen überschüttet. Zuständig für Fundtiere sind aber die Fundbehörden der Städte und Gemeinden. Fundtiere werden juristisch formal wie Fundsachen behandelt und müssen, wie eine gefundene Brieftasche, abgegeben werden. Anderenfalls begeht der Finder Fundunterschlagung und das ist strafbar. Deshalb ist der Finder verpflichtet den „Fund“ des Tieres der örtlichen Fundbehörde bzw. dem Ordnungsamt zu melden. Das Ordnungsamt hat alle Fundsachen sicher zu verwahren. Fundtiere sind formal Fundsachen und sind deshalb ebenso wie Fundgegenstände zu verwahren, bis der Eigentümer sich meldet oder anderweitig festgestellt worden ist. Nun ist ein lebendes Tier zwar eine Fundsache, aber eine lebende Sache, die am Leben zu erhalten und zu versorgen ist. Die Versorgung des Fundtieres kann im allgemeinen nicht Aufgabe des Ordnungsamtes sein. Zumal Unterhalt und Pflege von oft sehr jungen, mutterlosen, kranken oder alten Katzen in vielen Fällen eine langfristige kosten- und arbeitsaufwändige Aufgabe ist. Deshalb muss das Ordnungsamt das Fundtier gegen Kostenerstattung in ein Tierheim einweisen oder kann, im Ausnahmefall, dem Finder das Tier vorübergehend zur Pflege und Versorgung bis zur Eigentümerfeststellung überlassen. Die angefallenen Kosten hat der Eigentümer, gegebenenfalls auch dessen Erben, zu erstatten.

24.April 2020

Internationaler Tag des Baumes - am letzten Freitag im April
Der internationale Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton zurück, der 1872 bei der Regierung von Nebraska forderte Bäume zu pflanzen. Die sogenannte Arbor Day Resolution wurde innerhalb weniger Jahre von allen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten angenommen. Bereits am ersten Arbor Day wurden in Nebraska über 1 Million Bäume gepflanzt. Seitdem werden in den USA am letzten Freitag im April Bäume gepflanzt. Damit soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein gehalten werden.
Am 27. November 1951 wurde der Tag des Baumes von den Vereinten Nationen übernommen und am 25.April 1952 auch erstmals in Deutschland begangen.
Heute wirbt der NABU Deutschland am Tag des Waldes mit einer Aktion „Waldpate“ für die Erhaltung der Urwälder bzw. seiner urwaldnahen Relikte, wie sie z.B. auch in unserem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft auf dem Darß auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zu  finden sind.

10.April 2020

Meisensterben - der Naturschutzbund Deutschland bittet die Bevölkerung um Mithilfe

Naturschützer registrieren gegenwärtig ungewöhnlich viele tote Blaumeisen. Der Naturschutzbund Deutschland prüft deshalb, ob sich eine bislang unbekannte Vogelkrankheit in Deutschland breit macht.  Betroffen sind vor allem BlaumeiseBlaumeisen.
Experten sind besorgt ob der ungewöhnlich hohen Todeszahlen. Um herauszufinden, ob sich eine neue Vogelkrankheit in Deutschland ausbreitet, bittet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), tote und krank wirkende Vögel zu melden. Vereinzelt sollen auch Kohlmeisen oder andere kleine Singvögel, erkrankt sein.
Erste Fälle wurden laut Nabu-Vogelschutzexperte Marius Adrion bereits Mitte März aus Rheinhessen in Rheinland-Pfalz gemeldet. Inzwischen sei die Zahl auf über 150 gestiegen. Betroffen sei bisher vor allem der Streifen vom Westerwald in Rheinland-Pfalz über Mittelhessen bis ins westliche Thüringen.
Erkennen könne man die kranken Tiere unter anderem daran, dass sie "apathisch und aufgeplustert auf dem Boden sitzen und nicht vor Menschen fliehen". Häufig seien Augen, Schnabel und Teile des Federkleids verklebt. Dieses Bild passe zu keiner bekannten Vogelkrankheit.
Da die meisten der Tiere in der Nähe von Vogelfütterungen gefunden worden seien, rät der Nabu dazu, kein Futter und Wasser mehr anzubieten, wenn mehr als ein kranker Vogel an einer solchen Stelle beobachtet werde. Wer tote oder kranke Meisen findet, kann dies unter www.NABU.de/meisensterben melden und auch Fotos senden.
Gerade erst gestorbene Vögel sollten die Finder unter Einhaltung nötiger Hygienemaßnahmen und ohne den Vogel zu berühren luftdicht verpacken und im Eisfach aufbewahren. Nach Ostern sollten die Tiere an das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg oder nach vorheriger Rücksprache an das zuständige Kreisveterinäramt geschickt werden. (hub/dpa)   Foto: images/Action Pictures

09.April 2020 

Wegen Corona: Tafeln rufen zu Solidarität und Unterstützung auf

Auch bei den Tafeln sind erste Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus spürbar. Viele Tafeln haben, nichtFutterspende Tafel Barth zuletzt in Folge der sogenannten „Hamsterkäufe“, weniger Lebensmittel zur Verteilung an Bedürftige erhalten. Wegen solcher Vorratskäufe bleibt den Supermärkten am Ende weniger Ware, die sie an die Tafeln spenden können. Deshalb haben die Tafeln zu Solidarität mit den 1,6 Millionen bedürftigen Tafel-Nutzerinnen und -Nutzer aufgerufen und um Lebensmittelspenden durch die Bevölkerung gebeten. Denn viele Rentnerinnen und Rentner sowie auch Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien sind gerade jetzt auf die Lebensmittel der Tafeln angewiesen.
Aber auch Haustiere sind für viele Menschen nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger Partner und emotionaler Beistand nicht nur gegen Vereinsamung. Wenn aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit oder niedriger Rente die Finanzen knapp werden, kann die Versorgung eines Haustiers nach unseren Erfahrungen zu großer  Belastung werden. Deshalb haben wir, nachdem wir in Barth auch schon eine große Anzahl Katzen kastrieren lassen haben, auch der Tafel Barth eine größere Katzenfutterspende übergeben, die an bedürftige Tierhalter ausgegeben werden soll.

07.April 2020

Neue Düngeregeln: Bundesregierung bittet EU wieder um Fristverlängerung

Die Nitratwerte in Deutschlands Böden sind zu hoch. Weil an vielen Orten das Grundwasser zu stark mit Nitrat belastet ist, macht die EU schon seit Jahren Druck. Zum Schutz des Grundwassers müssen Bauern in Deutschland künftig ihre Felder weniger düngen. Die neuen Düngeregeln hatten zu Beginn des Jahres 2020 zu großen Protesten der Bauern geführt. Viele sehen sich zu Unrecht beschuldigt und vermuten nicht die Hauptschuldigen für zu hohe Nitratwerte zu sein. Nach mühsamen Verhandlungen stimmte der Bundesrat am 27.03.2020 in Berlin den Plänen der Bundesregierung zu. Weil die Landwirte durch die Coronakrise derzeit hohen Belastungen ausgesetzt seien, will die Bundespolitik sie vorerst nicht mit neuen Düngeregeln behelligen. Deswegen wollen Umweltministerin Svenja Schulze und Agrarministerin Julia Klöckner bei der EU nun wiederum um eine Fristverlängerung für neue Vorgaben bitten. Erst am 1. Januar 2021 sollen wichtige Teile der Regeln nach Willen der deutschen Regierung in Kraft treten. Damit hofft Deutschland vorerst einem weiteren EU-Verfahren und Strafzahlungen von bis zu 850.000 Euro pro Tag zu entgehen.

04.April 2020 

 Coronaviren – Warum gründliches Hände mit Seife waschen reicht
        vom 02.April 2020

 Hygieneexperten haben auf diese Fragen eine einfache Antwort: Im häuslichen Kampf gegen Coronaviren reichen herkömmliche Putzmittel wie Neutralreiniger und Handspülmittel sowie gründliches Händewaschen mit Seife aus. Selbst wenn eine an Covid-19 erkrankte Person im selben Haushalt lebe, brauche man keine Desinfektionsmittel, sagt Peter Walger, Arzt und Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Um Coronaviren zu beseitigen, rät auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) allen Bürgern zu Wasser, Seife und gängigen Reinigungsmitteln. Geschirr und Küchenutensilien könne man daheim wie üblich in der Maschine oder per Hand mit Spülmittel säubern. Wäschedesinfektionsmittel sind unnötig.
Die Tipps sind nicht leichtsinnig, sondern beruhen auf der biologischen Struktur von Sars-CoV-2: Wie alle Coronaviren gehört der neue Erreger zu den behüllten Viren. Diese besitzen zusätzlich zum inneren Proteinmantel, der das virale Erbgut umschließt, eine äußere Hülle. Sie stammt aus der Wirtszelle und besteht wie deren Membranen aus Lipiden und Proteinen, also aus fettähnlichen Stoffen und Eiweißen. Das Virus benutzt die Hülle, um uns zu infizieren: Es schleust sich in unsere Zellen ein, indem es seine Hülle mit der Membran unserer Zellen verschmilzt. Wie gut also, dass Seife nicht nur fettige Hände reinigt, sondern zugleich die fettähnlichen Lipide angreift und die Virenhülle zerstört. Damit ist das Virus außer Gefecht gesetzt.

03.April 2020 

Madrid: Corona-Sonderregelung rettet die Tiere vor dem Hungertod
In Madrid gibt es unzählige wild lebende Katzen. Wegen der verhängten Ausgangsperre werden die Vierbeiner nicht mehr ausreichend von Spaziergängern und Touristen gefüttert - nun gibt es jedoch eine Sonderregelung, um die Tiere auch in Corona-Zeiten zu versorgen.

03.April 2020 

Fütterung freilebender Katzen i.S.d. § 303 StGB - auch während der Corona-Pandemie

Freilebende Katzen sind ursprünglich entlaufene oder ausgesetzte Hauskatzen oder deren Nachkommen und damit keine Wildkatzen, sondern gefundene Tiere – also Fundtiere.
Ein Fütterungsverbot für solche freilebenden Tiere verstößt gegen § 1 Satz 1, 2; § 2 Nr. 1,2.3; und § 3 Nr. 3 Tierschutzgesetz. Es erfüllt den Tatbestand des Aussetzens, wenn keine kontrollierten Futterplätze eingerichtet oder gewährleistet werden. Ohne Fütterung wird das Tier Bestandteil der Natur und ist auf seine eigenen Kräfte und Fähigkeiten verwiesen. Das führt zu einer erheblichen Gefährdung des Tieres an Leben, Unversehrtheit oder Wohlbefinden.
Die Städte und Gemeinden müssen nach § 2 Tierschutzgesetz die Fütterung solcher Katzen durch die ehrenamtlichen Betreuer an den  Futterstellen gewährleisten.

03.April 2020

Kastration freilebender Deponiekatzen

Auf einer Deponie in der Nähe von Barth in Vorpommern  lebt seit Jahren eine kleine Gruppe von verwilderter Katzen zwischen Bergen von Bauschutt und wieder aufbereitetem Material. Die scheuen  eigenwilligen Tiere fühlen sich hier wohl und sicher und sind  clever genug nicht unter die Räder der vielen anliefernden Fahrzeuge und Maschinen zu kommen. DeponiekatzenDeshalb  haben sie hier auch schon manchen Nachwuchs aufgezogen. Der Chef der Anlage mag seine Katzen. Er füttert sie und ist sicherlich auch dankbar, dass sie ihm zumindest um seinen Bürocontainer herum lästige Mäuse und Ratten fern halten. Aber mehr als die derzeitigen fünf Tiere sollen es nicht wieder werden. Ein Bekannter hat ihn deshalb auf unsere Kastrationsaktionen aufmerksam gemacht. Aufgrund des ungewöhnlich warmen Wetters der letzten Jahre sind anstatt Mai- und Herbstkatzen drei Würfe im Jahr keine Seltenheit mehr.
Das Einfangen der Katzen in die  Lebendfallen war tagsüber aufgrund des laufenden Deponiebetriebes nicht leicht. Aber nachts hat Hunger das Misstrauen besiegt. So konnten wir innerhalb einer Woche alle drei  Katzen und zwei Kater einfangen, nach und nach kastrieren lassen und mit einer immer notwendigen Zwischenunterbringung bei uns gemeinsam wieder zurücksetzen. Ohne diese Kastrationsmaßnahme hätte sich die Katzengruppe sehr bald mehr als verdoppelt. Alle zur Kastration eingefangenen Tiere lassen wir auch gleichzeitig tierärztlich untersuchen und gegen Parasiten, wie Würmer, Flöhe und Zecken,  behandeln.

02.April 2020

Hund und Katze als Coronaüberträger?

Viele Tierbesitzer machen sich derzeit um ihre Lieblinge Sorgen und stellen sich die Frage, ob das Coronavirus auf Hunde, Katzen und Co. übertragbar ist.
 Experten klären auf, Veterinär gibt Entwarnung
Coronavirus
Können sich Haustiere anstecken?
Bisher gibt es keinen wissenschaftlich belegbaren Hinweis, dass Tiere sich mit dem Coronavirus anstecken können. Das gelte sowohl für Hunde, Katzen und andere Haustiere sowie Nutztiere wie Pferde, Schweine oder Kühe. Es gibt daher auch keinen Nachweis, dass diese Tiere das Coronavirus auf Menschen übertragen können. Die Experten des Instituts für Tiergesundheit weisen allerdings darauf hin, dass die Entwicklungen des Coronavirus dynamisch sind.

Was passiert mit dem Haustier, wenn man unter Quarantäne steht?
Auch darauf haben die Experten eine Antwort: Grundsätzlich müssen Personen, die unter häuslicher Quarantäne stehen, keine Maßnahmen für Hunde und Katzen vornehmen. Das heißt, man muss sich nicht von einem geliebten Haustier trennen. „Allerdings kann im Einzelfall und bei Auftreten von Symptomen bei den Tieren eine Beprobung und Testung auf eine SARS-CoV-2 Infektion ratsam sein, um weitere Informationen zu Ansteckungsszenarien zu gewinnen“, heißt es weiter. In diesem Fall müsse das Gesundheitsamt sich mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Das Haustier wird dann mit dem gleichen Test auf das Coronavirus untersucht, wie der Mensch..
Aber Personen, die sich in Quarantäne befinden, müssen dafür sorgen, dass ihre Haustiere ausreichend versorgt sind. 

31.03. 2020

 Der Bodden-Blitz erinnert an an 30 Jahre Naturtierheim-Ostsee e.V M/V 
             22.März 2020
Bericht im Bodden-Blitz am Sonntag

26.März 2020

Ende gut alles gut
-  ein unglaubliches Wiedersehen
Im März wurde eines Abends dieser bildschöne Kater von einem Tierfreund aus Ribnitz-Damgarten  in unsere Katzennotaufnahme gebracht. Man sah, das das Tier  schon länger draußen gelebt haben musste. Eine Wunde an der rechten Seite konnte von einem Biss verursacht sein.  Der Finder hat ihn erst einmal mit zu sich genommen und die Wunde versorgt. Weil der Kater aber ein besonders schönes Halsband trug konnte er entweder ausgesetzt oder weggelaufen sein. FundkaterDeshalb hat er  Aushänge mit einem Foto in Damgarten angebracht. Weil sich seine eigenen Katzen nicht mit dem Fundtier vertragen haben hat er ihn schließlich zu uns gebracht. Die sofortige Chipkontrolle ergab,dass er nicht gechipt und damit auch nicht registriert war. So konnte der Eigentümer nicht ermittelt werden. Wir haben ihn unserem Tierarzt vorgestellt und behandeln, kastrieren, impfen und Chippen lassen und in unserer Notaufnahme versorgt.
Nach einigen Tagen erhielten wir Besuch von einem Katzenfreund aus Wustrow, einer kleinen Stadt auf dem Darß, unmittelbar an der Ostseeküste. Er glaubte auf unserer Internetseite seinen Kater gesehen zu haben, nachdem er ihn fünf lange Wochen gesucht und vermisst hat. Wir hatten ihn aber noch gar nicht ins Internet gestellt.  Die Beschreibung des Halsbandes durch den Katzenfreund war der Beweis, dass es sein Kater ist. Die Freude war auf allen Seiten riesengroß. Bei der Übergabe haben wir dem glücklichen Eigentümer den neuen Impfausweis mit Chipnummer usw. ausgehändigt. Jetzt will er seinen Kater bei Tasso registrieren lassen.


26.März 2020

Katzenfutter für die Tafel Bad Sülze
Futterspende
Die Tafel Bad Sülze musste ihre Ausgabestellen schließen, weil Supermärkte in Folge von Hamsterkäufen und derzeit zu geringer Personalbesetzung keine Lebensmittel mehr für die Tafeln aussortieren und abgeben können.
Um den bedürftigen Tafelkunden zu helfen wurde von der Kreistagespräsidentin und einem Stadtvertreter Ribnitz- Damgartens eine Initiative gestartet, um der Tafel Bad Sülze zu helfen. Sie riefen dazu auf, Lebensmittelspenden einzukaufen, die an die Nutzer der Tafel weitergegeben werden sollen.
Weil es auch in Bad Sülze, wo wir schon Katzen kastrieren lassen haben, gerade unter den Bedürftigen viele Katzenfreunde gibt, haben auch wir die Aktion durch eine Spende von mehr als 500 Dosen Katzenfutter unterstützt.


20.März 2020

Schon wieder viele Frühjahrsaktionen in diesem Jahr
2019 war in Deutschland das wohl dritt-wärmste Jahr seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch der soeben kalendermäßig zu Ende gegangene Winter war in Deutschland bisher zu warm und zu mild. Die Prognosen für den kommenden Frühling geben nach Aussage der Meteorologen weiter Anlass zur Sorge. Wie die Flora bleiben auch die Tiere von diesen Klimaveränderungen nicht unverschont. Winterschläfer, wie die Igel, sind in diesem Jahr schon viel zu früh auf den Beinen und bei den Katzen gibt es bereits ungewohnt frühzeitig Nachwuchs.
Deshalb mussten wir in diesem Jahr schon sehr frühzeitig mit Kastrationsaktionen beginnen. Auch erste Katzenbabys mussten wir bereits in unsere Notaufnahme aufnehmen und mit der Flasche aufziehen, weil die Katzenmutti womöglich einem Unfall erlegen ist. Mehreren angefahrenen Katzen und Katern konnten wir leider nicht mehr helfen.
Kastrationsaktionen von freilebenden Katzengruppen, die von Tierfreunden gefüttert werden, sind immer sehr zeitaufwendig und Katzenbisse sind nicht nur unangenehm. Weil man nie alle Katzen der Gruppe gleichzeitig einfangen kann ziehen sich solche Aktionen manchmal über Tage hin, bis das letzte Tier eingefangen und kastriert ist. Früher war es üblich kastrierte Katzen zum Beispiel durch Ohrkerben zu kennzeichnen, um sie von unkastrierten Katzen unterscheiden zu können. Das wurde, wie das Kupieren bei Hunden, verboten. Nur den Landwirten in Deutschland ist es leider noch immer erlaubt männliche Ferkeln unbetäubt zu kastrieren!! Die Kennzeichnung der Katzen erfolgt durch reiskorngroße elektronische Mirochips, die wir im Zusammenhang mit der Kastration gleich mit einsetzen lassen. Mittels eines Lesegerätes lässt sich die weltweit eineindeutige Kennung elektronisch auslesen.


Kurzzeitige Unterbringung und Versorgung vor dem Rücksetzen
Um sicher zu sein, dass sich einzelne Tiere nicht unbemerkt der Kastration „entziehen“ oder bereits kastrierte Tiere nochmals eingefangen werden. müssen alle „Tagesfänge“ einer solchen Katzengruppe bis zur letzten ausgeführten Kastration vorübergehend bei uns untergebracht werden. Erst nach der Kastration des letzten Tieres der Gruppe werden alle gemeinsam an ihre gewohnte Heimat zurück gesetzt. Für solche Kastrationsaktionen fallen in unserem großen Einzugsgebiet neben hohen Zeitaufwand auch sehr viele Autofahrten zum Tierarzt usw. mit vielen Kilometern an.

30.Januar 2020

Europa kann die Bienen retten

Auf unseren Feldern und Wiesen wütet ein ungleicher Kampf: Bienen gegen die Agrarindustrie. Und es sieht nicht gut aus: Die Insektenbestände brechen dramatisch ein. Bienen hungern, Insekten sterben, Bauern müssen ihre Höfe aufgeben Monokulturen und Ackergifte setzen den Tieren zu, sie finden immer weniger Nahrung – die Agrarwende ist dringend notwendig. Eine Europäische Bürgerinitiative, hinter der mehr als neunzig Organisationen, stehen fordert von der EU-Kommission endlich Artenschutz und umweltfreundliche Landwirtschaft auf die politische Agenda zu setzen. Gemeinsam fordern sie ein Verbot synthetischer Ackergifte und mehr Geld für Bauern und Bäuerinnen, die auf naturnahe Landwirtschaft umstellen wollen. In Brüssel verhandelt die EU derzeit, wer künftig die milliardenschweren Agrarsubventionen erhält. Gehen sie wie bisher vor allem an große Agrarfabriken oder vermehrt an Bauern, die naturnah wirtschaften und so Bienen und andere Insekten schützen?

10.Januar 2020

Biberverordnung für Mecklenburg-Vorpommern

BiberVO M-V - Biberverordnung
Verordnung zur Abwendung von Beeinträchtigungen durch Biber

- Mecklenburg-Vorpommern -

Vom 28. November 2019
(GVOBl. M-V Nr. 24 vom 13.12.2019 S. 741)
Gl.-Nr.: 791-9-11

Der Biber ist eine streng geschützte Art und hat sich im Nordosten in der Vergangenheit stark vermehrt. In der zweiten BiberHälfte des 20. Jahrhunderts waren die Nagetiere weitgehend verschwunden und wurden dann wieder angesiedelt. Ihre Zahl wird in Mecklenburg-Vorpommern aktuell auf 2.000 bis 3.000 geschätzt. Die Biberverordnung sieht vor, dass wenn durch die Aktivitäten des Bibers Havarien, wie Überschwemmungen  oder Deichbrüche von Verkehrsinfrastruktur, drohen dann können die Wasser- und Bodenverbände oder betroffenen Unternehmen, wie beispielsweise die Deutsche Bahn, künftig selbstständig Maßnahmen gegen den Biber und seine Bauten und Dämme ergreifen, ohne artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung von der Unteren Naturschutzbehörde einzuholen. In erster Linie sind aber Maßnahmen, wie der Einbau von Dammdrainagen, umzusetzen. Zudem dürfen solche Maßnahmen nur von hierzu berechtigten Personen durchgeführt werden, die entsprechend geschult worden sind. Die Tötung eines Bibers sei dabei der letzte Ausweg.              Foto: NDR Screenshot   


Januar 2020

30 Jahre - Naturtierheim-Ostsee e.V. Mecklenburg-Vorpommern -  auf ins nächste Jahrzehnt

In unserem Jahrestätigkeitsbericht 2019 haben wir versucht in einer Reminiszenz einen kleinen Rückblick auf die Gründung unseres Tierschutzvereins zu halten und an Schwerpunkte aus unserer Arbeit in den vergangenen dreißig Jahren erinnert. Uns ging und geht es vorallem darum Tieren, unseren Mitgeschöpfen, zu einem möglichst einigermaßen artgerechten Leben zu verhelfen. Als kleiner Tierschutzverein mit einem großen Wirkungsbereich haben wir - ohne ein Umdenken in der Politik -  kaum eine Chance in der profitorientierten Massentierproduktion eine Verbesserung der Haltungsbedingungen zu erreichen. Selbst Wildtierarten, die seit Jahrtausenden die Erde bevölkern, sind inzwischen bestimmten Interessengruppen im Wege. Solche Tiere müssen heutzutage gleich ins Jagdrecht aufgenommen und Abschussquoten gefordert werden.

Seit Bestehen unserer Erde hat die Natur sich selbst bestimmt und sich damit selbst im Gleichgewicht gehalten.
Das hat der klügste Mann seiner Zeit, Johann Wolfgang von Goethe, seinem Freund Johann Peter Eckermann am 13.Februar 1829, vor 181 Jahren so erklärt:
Johann Wolfgang von Goethe

„Die Natur versteht gar keinen Spaß,
sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge,
sie hat immer Recht und
die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen.“

Wir werden unsere Kraft und unser Wissen auch in Zukunft vor allem dort einsetzen, wo Unwissenheit, Gleichgültigkeit und körperliche Unfähigkeit Ursache für schlechte Haltungsbedingungen von Haus- und Heimtiere sind. In Gesprächen, durch Aufklärung und auch manueller Hilfe z.B. beim Einfangen von Katzen zur Kastration konnten und können wir in vielen Fällen helfen.

01.Januar 2020

2020 -  ein Schaltjahr
Mit einem Schaltjahr und dem berühmten 29.Februar ist weltweit trotz Aufklärung immer noch viel Aberglaube verbunden.
Doch warum gibt es eigentlich Schaltjahre?
In der Schule haben wir gelernt, dass sich unsere Erde in 365 Tagen, also in einem Jahr, einmal um die Sonne dreht. In Wirklichkeit dauert aber eine Umdrehung der Erde um die Sonne 365 Tage und 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Diese rund 6 Stunden über vier Jahre addiert ergeben 24 Stunden, die weltweit alle vier Jahre am 29.Februar als Schalttag eingeführt wurden.
Erfunden hat das Schaltjahr Julius Caesar, der den julianischen Kalender eingeführt hat. Caesar legte fest, das alle vier SchaltjahrJahre ein Schaltjahr eingelegt werden soll. Er rundete die fünf Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden zu sechs Stunden auf. Das führte wiederum zu dem Problem, das sich durch die nun überflüssigen elf Minuten und 14 Sekunden, die durch die Aufrundung auf sechs Stunden entstanden waren, der Kalender bis ins 16. Jahrhundert um zehn Tage verschoben hatte. Die Lösung für dieses Problem hatte 1582 schließlich Papst Gregor XIII., der den julianischen Kalender reformierte und den bei uns heute aktuellen gregorianischen Kalender einführte.
Warum ist gerade der 29. Februar der Schalttag?
Im julianischen Kalender war der Monat Februar der letzte Monat des Jahres. Und damit der  Schalttag der letzte Tag des Jahres. Mit der Einführung des gregorianischen Kalenders wurde der Dezember als letzter Monat des Jahres festgelegt. Aber der Februar wurde als kürzester Monat als Schaltmonat bis heute beibehalten.