Aktuelles von der Katastrophen Abwehr   

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15.März 2019

Aussetzen, misshandeln oder töten von Tieren
Sehr schlimm ist es für ein Tier, wenn es von seinem Besitzer ausgesetzt, misshandelt oder sogar getötet wird. Immer wieder werden Hunde im Wald an Bäumen festgebunden und ohne Futter und Wasser  allein zurück gelassen. Es fällt uns schwer uns vorzustellen, wie verzweifelt ein solches Tier sein muss, wenn es in Panik  nach  Herrchen oder  Frauchen suchen möchte, sie aber nicht finden kann, weil es angebunden ist!
Solche Fälle kommen leider auch bei in Mietwohnungen gehaltenen Hunden immer wieder vor, wenn sich die Tierhalter vor der Anschaffung ihres Hundes nicht richtig über die das Tier betreffenden oder mietrechtlichen Haltungsbedingungen informiert haben.
Gemäß  §3 Tierschutzgesetz ist es verboten, ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen.
Eine an Brutalität nicht zu überbietende Szene wurde leider von der ARD am 10.03.2019 20:15 Uhr in der Krimireihe „Tatort“ im Film „Für immer und dich“ ausgestrahlt. Hier wurde ein Hund wegen einer „Beziehungsgeschichte“  mit einem großen Radmutternschlüssel 
in einem Wald brutal totgeschlagen. Wenngleich das rechte Bild sicher auch nur eine Attrappe, also einen Gegenstand, der die Eigenschaften eines Originals nachahmt, ist, sollten solche Szenen nach unserer Auffassung nicht gezeigt werden.                                                                                          (Bilder: Screenshot aus dem Film)  

09.März 2019

Es ist wieder soweit - eine Frühjahrskastrationsaktion
Ende Februar, Anfang März strahlt die Sonne endlich wieder über den Horizont.  Es bleibt langsam Kastrationsationlänger hell und neues Leben erwacht.Das gilt auch für unkastrierte freilebende Katzen und für unkastrierte Hauskatzen mit Freigang. Die weiblichen Katzen werden rollig. Sie bieten sich herumstreunenden unkastrierten Katern, die für das Vergnügen oft lange und beschwerliche Wege im Kampf mit Rivalen in kauf nehmen, willig an. Um ihre Katzenpopulation aufrecht zu erhalten lassen sich Katzen durchaus von mehreren Katern nacheinander decken. Das ist der Grund, warum die Welpen eines Wurfs ganz unterschiedlich aussehen können. Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer beträgt etwa  64 Tage, sodass aus diesen Paarungen im Mai / Juni die sogenannten Maikatzen   geboren werden. Das gleiche  geschieht im  Hochsommer, im  Juli / August, bei langsam abnehmendem Sonnenlicht noch einmal,  mit dem bekannten Ergebnis der Herbst- oder Stoppelkätzchen, im September / Oktober. 
Um die Vergrößerung von solchen Gruppen freilebender streunender Katzen zu verhindern  führen wir besonders in diesen kritischen Zeiträumen Kastrationsaktionen durch. In diesen Tagen konnten wir an einer Futterstelle alle elf Katzen und Kater einfangen, tierärztlich gegen Parasiten behandeln und kastrieren lassen. Die großen alten Narben am Kopf dieses betagten Katers weisen auf viele, sicher erfolgreiche Kämpfe, mit Rivalen hin. Vielleicht ist auch er ein Urvater von statistisch 80 Millionen Nachkommen eines freilebenden Katzenpaares in zehn Jahren.

28.Februar 2019

Die Kraniche fliegen wieder nach Norden
Der Zug der Kraniche aus ihren Winterquartieren ist in vollem Gange. Nordwestlich  Berlins, von der Autobahn A24 am KranichflugOberen Rhinluch, haben wir vor ein paar Tagen die ersten Kraniche auf ihrem Rückflug aus ihren Winterquartieren in die nordostdeutschen Brutreviere und vor allem nach Skandinavien gesehen. Es sollen fast ausschließlich Kraniche sein, die Deutschland als Überflugstation nach Skandinavien oder weiter nach Osten nutzen. Die meisten in Deutschland brütenden Kraniche haben ihre Reviere bereits bezogen oder sind aufgrund des milden Winters hier geblieben. Denn bei den Kranichen gilt, wer zuerst kommt, hat freie Brutplatzwahl.
Das Naturschutzgebiet "Oberes Rhinluch" erstreckt sich auf einer Fläche von zirka 15.000 Hektar, die bis Anfang des letzten Jahrhunderts ein Niedermoorgebiet war. Heute ist es ein landwirtschaftlich extensiv genutztes,entwässertes Grünland  auf dem an den Linumer Teichen Kolbenenten, Rothals- und Zwergtaucher, Rohrweihe und Bartmeise Brutgebiete gefunden haben.

26.Januar 2019

Ergebnisse der Stunde-der-Wintervoegelzählung 2019
In unserem  Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurden im Rahmen der diesjährigen Stunde der Wintervogelzählung in 2.067 Gärten 98.200 Vögel gezählt. Daran haben sich 3.290 Vogelfreunde beteiligt: Dohle in PflegestelleEs wurden 99 Vogelarten erfasst. Die vom BUND veröffentlichte Liste enthält die absolute Anzahl der pro Vogelart in den teilnehmenden Gärten in Mecklenburg-Vorpommern gezählten Vögel. Die Plätze 1, 2 und 3 belegten Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise. Die hier sehr stark vertretene Dohle (Foto) belegte Platz 33. Da die Zählungen, wie auch in den Vorjahren, subjektiv sind, ist eine aussagefähige statistische Auswertung über Veränderungen in den Populationen nicht unmittelbar möglich.
Der unten in Klammern beigefügte Link führt zur offiziellen Liste 2019 des NABU. Die auf dem Foto abgebildete beringte Dohle wurde in RibnitzDamgarten verletzt gefunden, bei uns gesund gepflegt und wieder ausgewildert.

(www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/
21784.html?jahr=2019&ort=&vogelart=Haussperling&bundesland=Mecklenburg-Vorpommern&formchange=1)

06.Januar 2019

Große Wasservogelzählung am 12.Januar 2019
Viele fleißige Helfer werden gesucht

Seit über 50 Jahren werden  Mitte  Januar in 150 Ländern weltweit  Wasservögel gezählt. Damit sollen der Gesamtbestand der Arten, ihr Zugverhalten und langfristige Veränderungen ihrer Lebensräume erfasst werden. Der Monat Januar wurde gewählt, weil zu dieser Zeit das Zuggeschehen weitgehend ruht und die Vögel sich konzentriert, in wenigen Gebieten aufhalten. Rund 130 Wasservogelarten nutzen Deutschland als Transitland oder Winterquartier. Auf der Ostsee rasten dann auch zehntausende arktische Tauch- und Meeresenten, die sich mit Einbruch des Winters in einer großen Reisewelle in Richtung Süden begeben.
SilbermöweZur Wasservogelzählung an unserem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft laden die Ranger des Nationalparks fleißige Helfer und Vogelfreunde mit Fernglas und Bestimmungsbuch zur Mittwinterzählung am 12.Januar ein.                              (Quelle: Bodden-Blitz vom 6.Januar 2019)
Treffpunkte für die Helfer sind:
Darß:  9.30 Uhr Parkplatz »Drei Eichen« zwischen Born und Ahrenshoop
Treffpunkt für die Zähler entlang der Ostseeküste zwischen Ahrenshoop und Prerow, also entlang des Weststrandes bis zum Leuchtturm Darßer Ort.
Nach einer Rast am Natureum geht es über den Rundwanderweg zum Nordstrand. Die Zählung endet um 16 Uhr in Prerow.
Zingst:  10 Uhr am Strandübergang 4, nahe dem Zingsthof, die Ranger hoffen auf zahlreiche Mitzähler. Die  Wanderung dauert etwa vier Stunden.
Zarrenzin:  10 Uhr an der barrierefreien Plattform in Zarrenzin. Die etwa zweistündige Tour führt  entlang des Wanderweges am Kliff und endet in Barhöft an der neuen Nationalparkausstellung im Haus am Kliff, gleich neben dem Aussichtsturm. Turm und Ausstellung haben geöffnet.

03.Januar 2019

Die „Stunde der Wintervögel“ 2019

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen  Rotkehlchenauch in diesem Jahr Naturfreunde auf, vom 4. bis 6. Januar 2019  eine Stunde lang die Vögel an Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen wieder vertraute Vogelarten, Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gleichzeitig große Datenmengen sammeln und damit wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben und Naturschützern damit eine Fülle  aktueller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt zur Verfügung stellen. Im letzten Jahr beteiligten sich bundesweit mehr als 136.000 Vogelfreunde an der Aktion; davon auch mehr als 3.000 Naturinteressierte in Mecklenburg-Vorpommern, die  über 90.000 Vögel, darunter am häufigsten  Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise, in Gärten und Parks zählten.
Die Beobachtungen können  im Internet unter „Stunde der Wintervögel“ bis zum 15. Januar gemeldet werden.