Aktuelles von der Katastrophen Abwehr   

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                 Unsere Rasselbande: Holt sie hier raus ...

16.Oktober 2019

So viele Kraniche wie noch nie – in Vorpommern

In diesem Jahr sind auf den Kranichrastplätzen in unserer Vorpommerschen Boddenlandschaft 86.000 Kraniche gezählt worden. So viele Kraniche wie noch nie in Vorpommern. Auch in anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns halten Kraniche in Vorpommernsich viele Kraniche auf. Sie sind vor einem Kälteeinbruch in Skandinavien und aus Osteuropa geflohen. Durch günstigen Wind sind die Kraniche in riesigen Zugwellen aus Skandinavien gleichzeitig bei uns eingetroffen. Kraniche sind Nahrungsopportunisten, das heißt, sie passen sich dem jahreszeitlichen Nahrungsangebot an. Sie ernähren sich sowohl pflanzlich als auch tierisch. Zur pflanzlichen Nahrung gehören u.a. Erbsen, Bohnen, Beeren, Feldpflanzen, Kartoffeln und Getreide. Als tierische Nahrung fressen sie besonders im Sommer größere Insekten, Regenwürmer, Frösche, Fische, verschiedene Weichtiere und auch kleine Wirbeltiere. Während ihrer Rast auf ihren weiten Flügen benötigen sie kohlenhydratreiches Futter, wie z.B. Mais für den Weiterflug. Da der Mais bei uns größtenteils schon im September geerntet wurde, könnte das kalorienreiche Futter  knapp werden und das könnte wieder zu Konflikten mit den Landwirten führen.
Nach Meinung der Wissenschaftler im Kranichzentrum Groß Mohrdorf dürfe die große Anzahl an Kranichen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit nur sehr wenig Nachwuchs haben. Der Jungvogelanteil läge unter 5 Prozent. Das Doppelte wäre nötig, um eine stabile Population zu erhalten. Wenn sich dieser Trend mit nur so wenigen Nachkommen klimabedingt weiter fortsetzen würde, wird die Kranichpopulation langfristig wieder abnehmen befürchtet man im vorpommerschen Kranichzentrum.
Foto: Screenshoot

03.Oktober 2019

Unsere Katzennotaufnahme ist wieder übervoll

Trotzdem bleibt uns nichts anderes übrig, als immer wieder von „vermeintlichen Tierfreunden“, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen, ungewollt geborene, ausgesetzte, kleine Fundkätzchen aufzunehmen.  Wir dürfen unsere Mitgeschöpfe nicht sich selbst überlassen. Wie die „Sieben Geißlein“ in Grimms Märchen hatte eines von mehreren Geschwistern in einem Hühnernest Wärme gesucht und sich versteckt.

In der Präambel zum Tierschutz des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt M-V heißt es:
„Jeder Mensch hat das Leben und Wohlbefinden aller Tiere als Mitgeschöpfe zu achten und zu schützen. Kein Mensch darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Fundkatze im HühnernestWerden Tiere von Menschen gehalten, so müssen sie ihren artgemäßen Bedürfnissen entsprechend gehalten und versorgt werden.
Tierschutz ist kein leeres Wort - und darf nicht nur ein hehres Ziel Einzelner sein.
Die moralische und gesetzliche Verpflichtung, Tiere vor Schäden, Schmerzen und Leiden zu bewahren - in der freien Natur, als Zoo- oder Heimtiere oder als landwirtschaftliche Nutztiere - gilt für jedermann. Jeder Mensch hat darauf zu achten, dass den Tieren ein ihrer jeweiligen Art gemäßes Leben und Verhalten weitgehend ermöglicht wird.
Wo diese Grundregel verletzt wird, können erhebliche Schäden, Schmerzen und Leiden der gehaltenen Tiere nicht ausgeschlossen werden. Damit besteht der Verdacht von Tierschutzrechtsverletzungen. Solche Verdachtsfälle müssen aufgeklärt werden.
Doch der eigentliche Tierschutz setzt früher ein. Er soll durch Aufklärung und Selbstverständnis Missstände bei der Haltung, Unterbringung, Versorgung und im Umgang mit Tieren von vornherein ausschließen.“


28.September 2019

Landtagsinitiative der SPD Fraktion M-V

Wie die Ostsee-Zeitung am 26.09.2019 berichtete soll auf Initiative der SPD Landtagsfraktion in der Landtagssitzung im Ostsee-Zeitung 26.09.2019Oktober über eines der für uns als Tierschutzvereine seit Jahren brennendsten Probleme, der privaten Katzenhaltung und insbesondere der von Freigängerkatzen, beraten werden.
Bereits 2015 wurde für unser Bundesland eine Katzenschutzverordnung "KatzSchGELVO M-V" in Kraft gesetzt. Im §1 hat die Landesregierung ihre Befugnis, Rechtsverordnungen zur Festlegung von Gebieten zum Schutz freilebender Katzen nach §13b des Tierschutzgesetzes zu erlassen, auf die Landräte und die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte übertragen.
Bis auf sehr wenige Ausnahmen ist leider bisher davon kaum etwas umgesetzt worden.
Zur Unterstützung der dazu notwendigen vielen Kastrationsaktionen wollte das Land den Kommunen in den nächsten Haushaltsjahren je 10.000 Euro zur Verfügung stellen.
Da diese Summe aber nur für die Kastration von etwa 100 Katzen/Katern reichen würde ist das nicht einmal der berühmte „Tropfen auf dem heißen Stein“.
Die Nachkommen unkastrierter Hauskatzen stellen als kranke verwilderte Streuner in den Urlaubsgebieten vielerorts inzwischen eine beträchtliche Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dar.
Wir begrüßen deshalb diese neue Initiative der SPD Landtagsfraktion außerordentlich, weil eine Lösung dringend notwendig ist und sie auch vom Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, dem auch der Tierschutz zugeordnet ist und vom Finanzminister getragen würde.
                       Warum soll ich meine Katze kastrieren lassen? ...                                     
KatzSchGELVO M-V ...                                                                                                              

16.September 2019

Wieder suchen viele unschuldig geborene kleine Kätzchen ein eigenes Zuhause
In jedem Jahr müssen Tierschutzvereine und Tierheime viele unschuldig geborene kleine Kätzchen aufnehmen, weil „Tierfreunde“ trotz gesetzlicher Forderung einfach nicht bereit sind ihre eigenen oder die von ihnen betreuten oder von ihnen „nur gefütterte" Katzen kastrieren zu lassen. Wohl wissend, dass das strafbar ist, werden die Kleinen einfach ausgesetzt, sich damit selbst überlassen. Sie verwildern, verwahrlosen, werden krank und vermehren sich schließlich weiter.

Das Aussetzen eines in Obhut des Menschen gehaltenen Tieres oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen ist gemäß § 3 Abs. 3 Tierschutzgesetz verboten und wird gemäß § 18 Abs.1 Nr.4 TierSchG mit einer Geldbuße bis  25.000,00 € bestraft.

Auch diese beiden
wurden als hilflose ängstliche misstrauische ausgehungerte und  kranke Kätzchen zusammen mit noch zwei Brüdern gefunden und in die Notaufnahme von Naturtierheim- Ostsee e.V. gebracht. Hier wurden alle liebevoll aufgenommen, geduldig aufgepäppelt, tierärztlich untersucht, behandelt, geimpft, gechipt und viele auch schon kastriert.
Jetzt suchen wir stellvertretend für unsere Geschwister und viele Freunde in der übervollen Notaufnahme liebevolle eigene schöne Zuhause.
                                                                                                          Schauen Sie doch einmal zu uns herein ....

06.September 2019

Ein gehandicapter Jungigel
Die meisten Igel werden bei uns heutzutage in den Monaten Juli bis September geboren. Bei der Geburt wiegen Igel etwa 12 bis 25 Gramm, haben Augen und Ohren geschlossen, aber schon etwa 100 Stacheln.
Igel mit Plastering im Genick Plastering entfernt

Nach etwa 14 Tagen öffnen sich Augen und Ohren und nach drei Wochen brechen auch die Zähne durch. Bereits im Alter von 25 Tagen verlassen die Jungen ohne Begleitung der Mutter das Nest, unternehmen selbständig kleinere Ausflüge und beginnen erste feste Nahrung aufzunehmen.
Bei einem solchen Ausflug hat den kleinen Igel ein großes Missgeschick ereilt. Er hat seinen Kopf neugierig in einen herumliegenden Ring aus Hartplast geschoben und kam durch sein Stachelkleid nicht wieder heraus.
Zum Glück wurde er von Tierfreund
en gefunden, die uns um Hilfe für ihn ersuchten, ehe er selbständig seinen Weg durch die Welt gegangen wäre und im Laufe seines Wachstums erstickt oder verhungert wäre. Nach komplizierter „Operation“ zur Entfernung seines Missgeschicks - ohne ihn zu verletzen -  hat er erst einmal gut gefressen und zusammengerollt fest geschlafen.
Jetzt geht es ihm wieder sehr gut. Wir werden ihn aufpäppeln und im Herbst für den Winterschlaf vorbereiten.

06.September 2019

Durch eine Schlagfalle schwer verletzt
Neben vielen Katzen, die wir vorübergehend bis zur Vermittlungsfähigkeit in unserer Notaufnahme liebevoll pflegen, haben auch elf Katzen bei uns nach und nach ein schönes Zuhause gefunden. Sie leben im Freien, haben Schlafhäuschen und werden an einer überdachten Futterstelle gefüttert.   Weil sie sich wohl fühlen entfernen sie sich seit Jahren nicht weit vom eigenen Grundstück.
Durch Schlagfalle verletzte Katze
Amputation des Fußes der rechten Vorderpfote
Amputieter Stupf
Stumpf der rechten Vorderpfote
Doch vor einigen Tagen haben wir unsere Hexe, eine dreifarbige schon etwa sechs Jahre alte kastrierte Katze, die schon als Baby zu uns kam, morgens an der Futterstelle vermisst. Vor einigen Tagen hörten wir ein klägliches wimmern aus der Nachbarschaft, konnten es aber leider nicht orten. Tags darauf kam Hexe humpelnd, an der rechte Vorderpfote schwer verletzt, zurück.
Eine Untersuchung durch den Tierarzt lässt auf eine schwere Verletzung durch eine Schlagfalle schließen, 
die schon einige Tage zurück liegen musste, weil sich in der entzündeten Wunde bereits eine Sepsis und nekrotisches Gewebe gebildet hatten. Deshalb war die Amputation der rechten Vorderpfote am Fußgelenk die einzige Möglichkeit unserer Hexe das Leben zu retten.
Wir fragen uns, wer in einer geschlossenen Ortschaft in seinem Grundstück  - warum und gegen wen - eine verbotene Schlagfalle aufstellt?

30.August 2019

Katzen, Katzen, Katzen ...

Auf sich selbst gestellt, abgemagert und krank leben auch in Deutschland Millionen Katzen auf der Straße. Sie streunen herrenlos durch Städte und Gemeinden; auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.
ausgesetzte FundkatzenAuch wir haben in diesem Spätsommer wieder viele -  vor allem junge Katzen -  in unserer Notaufnahme unterbringen, tierärztlich behandeln, gesundpflegen und versorgen müssen. Der Grund für die massenhafte Explosion der Katzenpopulation liegt vor allem im oft sorglosen gleichgültigen Verhalten überforderter Katzenhalter, die ihre Katzen partout nicht kastrieren lassen wollen und schließlich unkastrierte Hauskatzen und Kater oder deren ungewollten Katzennachwuchs einfach irgendwo aussetzen. Diese Katzen verwildern und pflanzen sich naturbedingt zur Erhaltung ihrer Art rasant weiter fort.
Kranke, halb verhungerte frei lebenden Katzen stellen eine „Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ insbesondere in den Urlaubsgebieten in unserem Bundesland dar. Es ist deshalb Aufgabe der Kommunen mit angemessenen und  tierschutzgerechten Maßnahmen Lösungen für das Problem zu finden. Dazu hat die Landesregierung nach  Artikel 20a Grundgesetz und dem Tierschutzgesetz bereits 2015 eine „Landesverordnung über die Übertragung der Ermächtigung zur Festlegung von Gebieten zum Schutz freilebender Katzen, nach §13b TierSchG, die „Katzenschutzgebiet–Ermächtigungslandesverordnung“ erlassen, die den Landräten der Landkreise und den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte die Befugnis erteilt Rechtsverordnungen zur Festlegung von Gebieten zum Schutz freilebender Katzen nach §13b Satz1 bis 4 des Tierschutzgesetzes zu erlassen.
Leider wurde nach unseren täglichen Erfahrungen die erteilte Befugnis von Landräten nicht wahrgenommen und/oder in den meisten Kommunen nicht durchgesetzt. Die zuständigen Behörden 
Krnake Fundkatzenwälzen die real bestehenden Probleme nach wie vor auf die ehrenamtlichen Tierschutzvereine ab. Die Tierheime sind überbelegt, das Problem ungelöst …
Oft, wie auch in diesem Fall, werden wir von Tierfreunden auf Gruppen offensichtlich herrenloser Katzen aufmerksam gemacht. Wenn sich solche Gruppen hungriger kranker Tiere problemlos einfangen und sogar anfassen lassen handelt es sich definitiv um den strafbaren Tatbestand ausgesetzter Tiere. Nachkommen freilebender Katzen verhalten sich sehr vorsichtig und lassen sich nur in aufwändigen Aktionen mittels Lebendfallen einfangen. Sie beißen und drohen durch Fauchen und lassen sich über lange Zeit nicht anfassen. Leider lässt sich die Herkunft ausgesetzter Tiere in den meisten Fällen nicht ermitteln. Solche Katzen müssen zeit- und kostenaufwändig über lange Zeit in Tierheimen aufgepäppelt werden, bis sie in liebe Hände vermittelt werden können. Die zu vermittelnden Tiere sind tierärztlich behandelt, gechipt und werden kastriert abgegeben. Bei der Vermittlung von Katzenwelpen werden die neuen Eigentümer vertraglich verpflichtet die Tiere sobald als medizinisch möglich kastrieren zu lassen. Dazu behalten wir uns Kontrollen vor.

16.Juli 2019

Katzen sind sehr sensible Tiere

Anders als Hunde, bei denen Sozialkontakte eine wesentliche Rolle spielen, ist für die Katze ihr Revier das Wichtigste im Leben. Freilebende Katzen betrachten im Gegensatz zu Wohnungskatzen, nicht selten mehrere Hundert Hektar als ihr Revier, wie mit GPS-Sendern ausgerüstete Katzen gezeigt haben. Ihr Revier ist ihr Zuhause. Hier leben sie und hier finden sie viele ruhige Rückzugsplätze. Hier werden ihre Kinder geboren, aufgezogen und zu äußerster Vorsicht erzogen. Schon kleinste, manchmal kaum wahrzunehmende Veränderungen in der Umgebung, können zu Misstrauen führen und das Wohlbefinden dieser Katzen stören.
Futterplatz nachts
In einer Wochenendsiedlung hatten wir vor zwei Jahren schon einmal mehrere Katzen und Kater kastrieren lassen und als Mäusejäger an das Revier binden können. Leider wurden von Katzenhassern einige vergiftet, sodass sich, wie zu erwarten war, nun eine fremde Katze mit bildhübschen Nachwuchs hinzugesellt hatte. Das Einfangen freilebender Katzen mit Jungen ist extrem schwierig.  So führt auch das Aufstellen einer Falle in ihrem Revier zu immensen Stresssituationen. Deshalb hat die Mutter die Kleinen tagsüber versteckt und nur nachts an die Futterstelle gerufen, wie diese Fotos zeigen. Die Katzenmutti wurde kastriert und in ihrem Revier zurück gesetzt. Die bildschönen Kleinen wurden in unserer Notaufnahme zu schmusigen Kätzchen erzogen. Sie sind inzwischen geimpft, entwurmt, gechipt und natürlich stubenrein und warten jetzt auf ein eigenes Zuhause, vielleicht in einem Revier mit Haus und Garten.
                                                                                                                                                                                   Zu unserer Notaufnahme ....

13.Juli 2019

Zwergfledermäuse über unserer Katzen-Notaufnahme

Über dem Eingang zu unserer Katzen-Notaufnahmestation haben sich zwischen Dachschalung und Dachdeckung Zwergfledermäuse angesiedelt. Als Spaltenbewohner bevorzugen sieZwergfledermaus Hohlräume hinter hölzernen Wandverschalungen, zwischen den Ziegeln oder der Dachverkleidung. Wie man akustisch wahrnehmen kann haben sie hier auch ihre Wochenstuben, in denen die Jungtiere geboren und aufgezogen werden. Die etwa nur fünf Zentimeter großen und etwa fünf Gramm leichten „Vampire“ sind nachtaktiv und verlassen mit Eintritt der Dämmerung durch einen fingerbreiten schmalen Spalt nacheinander ihr bei uns eingerichtetes Quartier zur Nahrungssuche. Fledermäuse gibt es seit 50 Millionen Jahren. In Deutschland sind 25 unterschiedliche Fledermausarten bekannt. Fledermäuse stehen unter strengem Naturschutz. Die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) gehört zur Familie der Glattnasen (Vespertilionidae) und ist die meistverbreitete europäische Fledermausart. Sie gehört zu den kleinsten Vertretern der Säugetiere. Als Insektenfresser sind sie willkommene Gäste. In drei bis fünf Meter Höhe verfolgen sie bei einer Flügelspannweite von bis zu 25 Zentimetern in schnellen Zickzackflügen ihre Beute. In der Nacht können sie mehrere Hundert Insekten in einer Stunde erbeuten und bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichtes an Nahrung aufnehmen.


03.Juli 2019

Verheerender Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern

Auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz im Südwesten von Mecklenburg-Vorpommern wütet derzeit ein verheerender Waldbrand. Etwa 700 Hektar Wald stehen möglicherweise durch Brandstiftung in Flammen. Die Bewohner der bedrohten Ortschaften konnten evakuiert werden. Anders ihre Haustiere und die Wildtiere in den betroffenen Wäldern; für viele der Waldbrand in M-VAnwohner eine mentale Zerreißprobe. Um die Situation für die Menschen und ihre Tiere erträglicher zu machen, hat der Landkreis reagiert und zur Absicherung der Versorgung der Tiere mit Futter und Wasser geregelt, dass die Halter täglich  Zugang zu den Grundstücken erhalten. Dazu sichert die Landespolizei die Zugänge ab, um das Eigentum der betroffenen Bewohner zu sichern. Während die Haustiere zumindest die zum Leben nötige Grundversorgung erhalten, sind die Bewohner des Waldes sehr viel schlechter dran. Über die Zahl der durch die Feuersbrunst qualvoll verendeten Tiere gibt es keine Angaben.  Vor allem Brutplätze von Vögeln werden von den Flammen erfasst.
                                                     
Foto: Ostsee-Zeitung  Jens Büttner DPA


20.Juni  2019

Invasion der Waschbären
Beim Einfangen von Katzenwelpen an einer Futterstelle in einer Wochenend-Waldsiedlung wurden wir gegen Mitternacht durch seltsame Geräusche überrascht. Während die Katzenkinder von ihrer Mutter offensichtlich vor den Fallen gewarnt worden waren, ging gegen Mitternacht eine Waschbärfamilie recht geräuschvoll in die Fallen. Waschbären sind eine Gattung der Kleinbären mit einer charakteristischen schwarzen Gesichtsmaske und einem buckligen Gang. Sie sind im Osten Deutschlands, aber auch in Hessen und in Bayern zur Plage geworden. Waschbären sind Allesfresser und haben in Deutschland keine natürlichen Feinde.
Waschbären
(Die Waschbären wurden wieder freigesetzt!)
junger Waschbär
Sie gefährden aber die heimische Tierwelt und schaden vielen Tierarten, selbst den Kranichen. Waschbären können gut schwimmen und klettern. So können sie auch die von Wasser umgebenen Nester der Kraniche erreichen und deren Eier und Küken fressen.
Muttikatze mit SohnWaschbären waren in Deutschland bis 1934 nicht heimisch, bis von Menschen zwei Waschbärpaare aus Nordamerika "zur Bereicherung der heimischen Fauna" in der Nähe von Kassel   ausgesetzt wurden.
Anders als der Wolf ist der Waschbär eine invasive Art. Deshalb befürworten selbst Naturschützer die Jagd auf sie, wenn andere Methoden versagen. 
In Bayern schießen Jäger Waschbären ab. Das ist allerdings nicht ganz einfach, denn Waschbären sind nachtaktiv und im Dunkeln kaum zu sehen. Deshalb wurden die obigen Fotos mit Blitzlicht aufgenommen.
Die Katzenmutti wurde kastriert, gegen Parasiten behandelt und mit einem ihrer kleinen Kater an die Futterstelle zurück gesetzt. Die andern vier Kätzchen haben bei uns eine vorübergehende neue Heimat gefunden und können gezähmt- hoffenlich bald - in einem schönen Zuhause viel Freude bereiten.
                                                 

20.Mai 2019

20. Mai - Weltbienentag - Ein großer Tag für ein kleines Tier
Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Weltbienentag 2019Ernährungssicherheit ist elementar für die Menschheit. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Slowenien hatte den Antrag auf Initiative des Slowenischen Imkerbundes eingebracht. Dieser Tag wurde zu Ehren von Anton Janscha, des slowenischen Hofimkermeisters von Maria Theresia in Wien, der am 20.Mai 1734 geboren wurde, von der UNO eingeführt. Dem Antrag hatten sich 115 Länder u.a. alle EU-Länder, Brasilien, China, Rußland, und die USA angeschlossen. Die Weltgemeinschaft  unterstreicht damit die die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen.Janscha gilt als Erfinder der ersten Zargenbetriebsweise. Er war Rektor der weltweit ersten modernen Imkerei-Schule im 18. Jahrhundert!

Bild: World Bee Day Initiative des Slovenischen Imkerbundes


12.Mai 2019

Ich bin eine bildhübsche Fundkatze
Am 12.05.2019 in 18317 Saal gefunden

Ich habe inzwischen ein liebevolleres Zuhause gefunden!.

Ich bin eine zahme ganz liebe junge Katze und  wurde am 12. Mai 2019 in 18317 Saal (Mecklenburg-Vorpommern) gefunden. Ich soll schon einige Tage hier in der Gegend  herum gestromert sein. Ich wurde vorübergehend in die Notaufnahme von Naturtierheim-Ostsee aufgenommen. Mein Frauchen oder Herrchen, die mich ganz sicher schon sehr vermissen, möchten sich bitte telefonisch bei Frau Schinkowsky in Saal unter Telefon 01716425905  melden.

Saal, den 24.Mai 2019
Nachdem mich, auch nach suche über Facebook und Co. niemand vermisst, wurde ich nun kastriert, geimpft und gechipt und suche jetzt ein liebevolles Zuhause bei lieben Menschen, die mich nicht wieder allein lassen.
Ich bin gesund, ganz lieb, sehr ruhig und sehr menschenbezogen.

10.Mai 2019

Alle Jahre wieder -  bildhübsche Maikätzchen

Trotz unserer vielen Kastrationsaktionen, auch wieder in diesem Frühjahr, werden wir immer und immer wieder durch Tierfreunde auf freilebenden Katzennachwuchs aufmerksam gemacht. So auch in Gelbensande, wo wir diese vier bildhübschen  Kätzchen gefunden haben. Weil wir aus langjähriger Erfahrung  wissen, dass sich  Katzenbabys  nur in einer sehr kurzen Zeitspanne, zwischen der zweiten und siebenten Lebenswoche, auf Menschen sozialisieren lassen, haben wir sie in unsere Notaufnahme aufgenommen.
Wenn Kätzchen in diesem Alter keinen oder  unzureichenden Kontakt mit Menschen haben bleiben sie misstrauisch und ihr Leben lang scheu. Durch liebevolle Pflege werden die meisten solcher Kätzchen handzahm und damit für Wohnungshaltung geeignet.

02.Mai 2019

Hände weg von Wildtieren
Immer mal wieder werden wir von besorgten Tierfreunden angerufen, die ein Wildtier gefunden haben und uns um Hilfe bitten. Da wir fast täglich unterwegs sind erreichen uns die Anrufe oft weit weg vom Fundort, irgendwo in M-V. Wir sind den Tierfreunden für jede Meldung dankbar und wo wir helfen können helfen wir gern. Wir können und dürfen aber keine Wildtiere bei uns aufnehmen. In einem von der Landesregierung unter dem Thema „Hände weg von Wildtieren“ herausgegeben Merkblatt gilt nachfolgende Regelung:
 
                                           

Bitte beachten Sie auch:
Begegnungen mit Wildtieren sind nicht ungefährlich! Ein verletztes Wildtier kann aggressiv reagieren oder kann krank sein und Tiermütter beschützen ihre vermeintlich bedrohten Jungen!

Wer in einen Verkehrsunfall verwickelt ist muss die Polizei unter 110 verständigen, egal ob es sich um ein Wildtier oder Haustier handelt.

18.April 2019

Pinguin am Ostseestrand vor Ahrenshoop ?
Dieser Tage erhielten wir aufgeregte Anrufe von Feriengästen über die Sichtung eines Pinguins am Ostseestrand bei Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland. Da Pinguine ausschließlich auf der Südhalbkugel der Erde, vor allem in der Antarktis, aber auch  in Südafrika, Neuseeland, im äußersten Süden von Südamerika und auf den Galapagos-Inseln leben, glaubten wir erst an einen Scherz.
Urlauberfoto
Urlauberfoto
Trottellummen
Screenshot eigens Islandvideo
Nachdem uns aber von einem Urlauber ein Handyfoto gesendet wurde erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei dem Vogel um eine Trottellumme handelt. Wegen ihrer aufrechten Haltung und ihrer Schwarz-Weiß-Färbung ähneln Trottellummen äußerlich Pinguinen.  Trottellummen  leben im  Nordatlantik und Nordpazifik.  Sie laufen auf den Fußwurzeln anstatt auf Zehen, weshalb ihr Gang "trottelig" wirkt. Daher auch der Name Trottellumme. Im und unter Wasser sind die Vögel wahre Bewegungskünstler.  Angetrieben von den Füßen mit Schwimmhäuten und Schlägen mit den kräftigen Flügeln schießen sie stromlinienförmig torpedoschnell durchs Wasser. Auf der Jagd nach Fischen und Krebsen tauchen sie bis in 180 Meter Tiefe.

08.April 2019

Kastrationsaktionen freilebender Katzen (März 2019)

Immer wieder bitten uns Katzenfreunde um Hilfe, wenn sie sich aus unterschiedlichsten Gründen irgendwann überfordert fühlen. Auch in diesem Frühjahr wurden wir durch Nachbarn oder durch Tierfreunde, die freilebende Katzengruppen an Futterstellen versorgen um Hilfe gebeten. Oft ist die genaue Anzahl der sich an solchen Futterstellen einfindenden Tiere gar nicht genau bekannt. Nicht selten sind es zwischen 10 bis 15 Katzen, manchmal auch wesentlich mehr. Um eine weitere Vermehrung solcher Gruppen zu unterbinden hilft nur die Kastration der Tiere. Für den Erfolg solcher Aktionen ist es absolut notwendig alle dort freilebenden Tiere, sowohl Katzen als auch Kater, ebenso fremde Freigänger aus der Nachbarschaft, die die Futterstellen aufsuchen, zu erfassen und zur Kastration mittels Lebendfallen einzufangen. Nach der Katzenschutzverordnung für Mecklenburg-Vorpommern sind alle Katzenhalter von freilebenden Katzen und Katzen mit Freigang bereits seit 2016 verpflichtet ihre Tiere kastrieren zu lassen.

   20 Katzen an zwei Futterstellen in einem großen  Gartenverein in  Ribnitz-Damgarten
Bei solchen Aktionen ist es absolut wichtig mindestens einen Tag vor der Aktion an der Futterstelle und in seiner Umgebung nicht zu füttern. Freilebende Tiere sind scheu und misstrauisch. Sie hungern lieber, als in eine Falle zu gehen. Deshalb sind solche Kastrationsaktionen in Abhängigkeit von der Anzahl der Tiere sehr zeitaufwändig. Trotz Einsatz mehrerer Fallen und Umsetzboxen ziehen sich solche Aktionen erfahrungsgemäß oft über mehrere Tage hin. Aber irgendwann ist der Hunger größer als das Misstrauen. Dann geht auch das letzte Tier in die Falle. Wir stellen die jeweiligen „Tagesfänge“ am nächsten Tag wegen des erforderlichen operativen Eingriffs nüchtern einem Tierarzt vor. Dort werden sie untersucht, mindestens gegen Parasiten (Flöhe und Würmer) behandelt, kastriert und durch chippen elektronisch gekennzeichnet.
Transport zur vorübergehenden Unterbringung in Saal Rücksetzen von 26 Katzen in einem ländlichen Grundstück
Um die Übersicht zu behalten müssen wir alle diese Tiere, bis die letzte Katze eingefangen und kastriert ist, einzeln in Transportboxen in unserer Notaufnahme in Saal unterbringen und versorgen. An Freiheit gewöhnte Tiere lassen sich nicht in Räume einsperren. Sie würden panisch die Wände hochspringen und sich verletzen. In abgedeckten verdunkelten Transportboxen verhalten sie sich ganz ruhig. Erst nachdem alle Tiere eingefangen, behandelt und kastriert sind können alle gemeinsam an ihre Futterstelle zurück gesetzt und die Aktion erfolgreich abgeschlossen werden.

Mehr Katzen als Einwohner in einem Dorf in Vorpommern Hab`' mei Wagen voll geladen ...

Neben hohem Zeitaufwand fallen auch hohe Tierarztkosten sowie täglich Fahrkosten für die Fahrten zwischen Futterstelle, Tierarztpraxis und zur vorübergehenden Unterbringung in unserer Notaufnahme an, die im wesentlichen durch Spenden finanziert werden müssen.


15.März 2019

Aussetzen, misshandeln oder töten von Tieren
Sehr schlimm ist es für ein Tier, wenn es von seinem Besitzer ausgesetzt, misshandelt oder sogar getötet wird. Immer wieder werden Hunde im Wald an Bäumen festgebunden und ohne Futter und Wasser  allein zurück gelassen. Es fällt uns schwer uns vorzustellen, wie verzweifelt ein solches Tier sein muss, wenn es in Panik  nach  Herrchen oder  Frauchen suchen möchte, sie aber nicht finden kann, weil es angebunden ist!
Solche Fälle kommen leider auch bei in Mietwohnungen gehaltenen Hunden immer wieder vor, wenn sich die Tierhalter vor der Anschaffung ihres Hundes nicht richtig über die das Tier betreffenden oder mietrechtlichen Haltungsbedingungen informiert haben.
Gemäß  §3 Tierschutzgesetz ist es verboten, ein im Haus, Betrieb oder sonst in Obhut des Menschen gehaltenes Tier auszusetzen oder es zurückzulassen, um sich seiner zu entledigen oder sich der Halter- oder Betreuerpflicht zu entziehen.
Eine an Brutalität nicht zu überbietende Szene wurde leider von der ARD am 10.03.2019 20:15 Uhr in der Krimireihe „Tatort“ im Film „Für immer und dich“ ausgestrahlt. Hier wurde ein Hund wegen einer „Beziehungsgeschichte“  mit einem großen Radmutternschlüssel 
in einem Wald brutal totgeschlagen. Wenngleich das rechte Bild sicher auch nur eine Attrappe, also einen Gegenstand, der die Eigenschaften eines Originals nachahmt, ist, sollten solche Szenen nach unserer Auffassung nicht gezeigt werden.                                                                                          (Bilder: Screenshot aus dem Film)  

09.März 2019

Es ist wieder soweit - eine Frühjahrskastrationsaktion
Ende Februar, Anfang März strahlt die Sonne endlich wieder über den Horizont.  Es bleibt langsam Kastrationsationlänger hell und neues Leben erwacht.Das gilt auch für unkastrierte freilebende Katzen und für unkastrierte Hauskatzen mit Freigang. Die weiblichen Katzen werden rollig. Sie bieten sich herumstreunenden unkastrierten Katern, die für das Vergnügen oft lange und beschwerliche Wege im Kampf mit Rivalen in kauf nehmen, willig an. Um ihre Katzenpopulation aufrecht zu erhalten lassen sich Katzen durchaus von mehreren Katern nacheinander decken. Das ist der Grund, warum die Welpen eines Wurfs ganz unterschiedlich aussehen können. Die durchschnittliche Trächtigkeitsdauer beträgt etwa  64 Tage, sodass aus diesen Paarungen im Mai / Juni die sogenannten Maikatzen   geboren werden. Das gleiche  geschieht im  Hochsommer, im  Juli / August, bei langsam abnehmendem Sonnenlicht noch einmal,  mit dem bekannten Ergebnis der Herbst- oder Stoppelkätzchen, im September / Oktober. 
Um die Vergrößerung von solchen Gruppen freilebender streunender Katzen zu verhindern  führen wir besonders in diesen kritischen Zeiträumen Kastrationsaktionen durch. In diesen Tagen konnten wir an einer Futterstelle alle elf Katzen und Kater einfangen, tierärztlich gegen Parasiten behandeln und kastrieren lassen. Die großen alten Narben am Kopf dieses betagten Katers weisen auf viele, sicher erfolgreiche Kämpfe, mit Rivalen hin. Vielleicht ist auch er ein Urvater von statistisch 80 Millionen Nachkommen eines freilebenden Katzenpaares in zehn Jahren.

03.März 2019

Die Saaler Tierschützer vom Naturtierheim-Ostsee e.V.

Der Bodden-Blitz am Sonntag berichtete am 3.Februar 2019 wieder einmal ausführlich über unsere Kontroll- und Aufklärungstätigkeit sowie unsere aufwändige und nicht ungefährliche Tierschutzarbeit insbesondere für freilebende Katzen. Wie wir im zeitigen Frühjahr freilebende Katzengruppen einfangen, sie tierärztlich versorgen und kastrieren zu lassen, um weiteren Nachwuchs zu verhindern und wie wir Katzenfreunde die diese Tiere an Futterstellen betreuen unterstützen.

Bericht aus dem Bodden-Blitz

28.Februar 2019

Die Kraniche fliegen wieder nach Norden
Der Zug der Kraniche aus ihren Winterquartieren ist in vollem Gange. Nordwestlich  Berlins, von der Autobahn A24 am KranichflugOberen Rhinluch, haben wir vor ein paar Tagen die ersten Kraniche auf ihrem Rückflug aus ihren Winterquartieren in die nordostdeutschen Brutreviere und vor allem nach Skandinavien gesehen. Es sollen fast ausschließlich Kraniche sein, die Deutschland als Überflugstation nach Skandinavien oder weiter nach Osten nutzen. Die meisten in Deutschland brütenden Kraniche haben ihre Reviere bereits bezogen oder sind aufgrund des milden Winters hier geblieben. Denn bei den Kranichen gilt, wer zuerst kommt, hat freie Brutplatzwahl.
Das Naturschutzgebiet "Oberes Rhinluch" erstreckt sich auf einer Fläche von zirka 15.000 Hektar, die bis Anfang des letzten Jahrhunderts ein Niedermoorgebiet war. Heute ist es ein landwirtschaftlich extensiv genutztes,entwässertes Grünland  auf dem an den Linumer Teichen Kolbenenten, Rothals- und Zwergtaucher, Rohrweihe und Bartmeise Brutgebiete gefunden haben.

26.Januar 2019

Ergebnisse der Stunde-der-Wintervoegelzählung 2019
In unserem  Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurden im Rahmen der diesjährigen Stunde der Wintervogelzählung in 2.067 Gärten 98.200 Vögel gezählt. Daran haben sich 3.290 Vogelfreunde beteiligt: Dohle in PflegestelleEs wurden 99 Vogelarten erfasst. Die vom BUND veröffentlichte Liste enthält die absolute Anzahl der pro Vogelart in den teilnehmenden Gärten in Mecklenburg-Vorpommern gezählten Vögel. Die Plätze 1, 2 und 3 belegten Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise. Die hier sehr stark vertretene Dohle (Foto) belegte Platz 33. Da die Zählungen, wie auch in den Vorjahren, subjektiv sind, ist eine aussagefähige statistische Auswertung über Veränderungen in den Populationen nicht unmittelbar möglich.
Der unten in Klammern beigefügte Link führt zur offiziellen Liste 2019 des NABU. Die auf dem Foto abgebildete beringte Dohle wurde in RibnitzDamgarten verletzt gefunden, bei uns gesund gepflegt und wieder ausgewildert.

(www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ergebnisse/
21784.html?jahr=2019&ort=&vogelart=Haussperling&bundesland=Mecklenburg-Vorpommern&formchange=1)

06.Januar 2019

Große Wasservogelzählung am 12.Januar 2019
Viele fleißige Helfer werden gesucht

Seit über 50 Jahren werden  Mitte  Januar in 150 Ländern weltweit  Wasservögel gezählt. Damit sollen der Gesamtbestand der Arten, ihr Zugverhalten und langfristige Veränderungen ihrer Lebensräume erfasst werden. Der Monat Januar wurde gewählt, weil zu dieser Zeit das Zuggeschehen weitgehend ruht und die Vögel sich konzentriert, in wenigen Gebieten aufhalten. Rund 130 Wasservogelarten nutzen Deutschland als Transitland oder Winterquartier. Auf der Ostsee rasten dann auch zehntausende arktische Tauch- und Meeresenten, die sich mit Einbruch des Winters in einer großen Reisewelle in Richtung Süden begeben.
SilbermöweZur Wasservogelzählung an unserem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft laden die Ranger des Nationalparks fleißige Helfer und Vogelfreunde mit Fernglas und Bestimmungsbuch zur Mittwinterzählung am 12.Januar ein.                              (Quelle: Bodden-Blitz vom 6.Januar 2019)
Treffpunkte für die Helfer sind:
Darß:  9.30 Uhr Parkplatz »Drei Eichen« zwischen Born und Ahrenshoop
Treffpunkt für die Zähler entlang der Ostseeküste zwischen Ahrenshoop und Prerow, also entlang des Weststrandes bis zum Leuchtturm Darßer Ort.
Nach einer Rast am Natureum geht es über den Rundwanderweg zum Nordstrand. Die Zählung endet um 16 Uhr in Prerow.
Zingst:  10 Uhr am Strandübergang 4, nahe dem Zingsthof, die Ranger hoffen auf zahlreiche Mitzähler. Die  Wanderung dauert etwa vier Stunden.
Zarrenzin:  10 Uhr an der barrierefreien Plattform in Zarrenzin. Die etwa zweistündige Tour führt  entlang des Wanderweges am Kliff und endet in Barhöft an der neuen Nationalparkausstellung im Haus am Kliff, gleich neben dem Aussichtsturm. Turm und Ausstellung haben geöffnet.

03.Januar 2019

Die „Stunde der Wintervögel“ 2019

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) rufen  Rotkehlchenauch in diesem Jahr Naturfreunde auf, vom 4. bis 6. Januar 2019  eine Stunde lang die Vögel an Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen.
Im Mittelpunkt der Aktion stehen wieder vertraute Vogelarten, Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gleichzeitig große Datenmengen sammeln und damit wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben und Naturschützern damit eine Fülle  aktueller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt zur Verfügung stellen. Im letzten Jahr beteiligten sich bundesweit mehr als 136.000 Vogelfreunde an der Aktion; davon auch mehr als 3.000 Naturinteressierte in Mecklenburg-Vorpommern, die  über 90.000 Vögel, darunter am häufigsten  Haussperling, Feldsperling und Kohlmeise, in Gärten und Parks zählten.
Die Beobachtungen können  im Internet unter „Stunde der Wintervögel“ bis zum 15. Januar gemeldet werden.